Bereiten Sie sich vor. Je mehr Sie wissen, desto eher kommen Sie in Verhandlungen zu angemessenen Alimenten. Bitten Sie Bekannte mit Kindern bis 6, 12 und 18 Jahre, während dreier Monate aufzuschreiben, wie viel sie für den Nachwuchs ausgeben (Essen, Kleider, Unterkunft, Krankenkasse, Spiel- und Sportsachen, Musikunterricht, Verkehr, Anteil Telefon, Radio, Fernsehen).


Halten Sie den Bedarf des Kindes fest. Wenn der Unterhaltspflichtige nur wenig verdient und die Alimente

deshalb zu tief festgesetzt werden, empfiehlt es sich, den effektiven Bedarf des Kindes im Unterhaltsvertrag festzuhalten. So ist es leichter möglich, die Beiträge zu erhöhen, wenn der Zahlungspflichtige mehr verdient.


Holen Sie eine Zweitmeinung ein. Halten Sie die vorgeschlagenen Unterhaltsbeiträge für zu tief, fragen Sie eine Budgetberatungsstelle oder einen Anwalt.


Wurden die Unterhaltsbeiträge zu tief festgesetzt, ist eine Erhöhung im Streitfall nur möglich, wenn sich die Verhältnisse wesentlich und dauerhaft geändert haben. Zuständig für die Neubeurteilung ist dann das Gericht am Wohnsitz einer Partei.

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Weitere Infos

Empfehlungen zur Bemessung von Unterhaltsbeiträgen für Kinder für 10 Franken erhältlich beim Amt für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich, 8090 Zürich, Telefon 043 259 96 13; www.ajb.zh.ch


Schweizerischer Verband allein erziehender Mütter und Väter, Zentralsekretariat, Postfach 199, 3000 Bern 16, Telefon 031 351 77 71; www.svamv-fsfm.ch. Hier finden Sie auch ein Muster für einen Unterhaltsvertrag.