Das ist der erste Beobachter, der mit sieben verschiedenen Titelbildern an die Kioske und die Abonnentinnen und Abonnenten in der ganzen Schweiz ausgeliefert wird. Denn wir wollen Ihnen in diesem Heft die Nominierten für den diesjährigen Prix Courage vorstellen. Und jede und jeder der sieben Kandidaten hätte den Preis verdient, alle haben sie in aussergewöhnlichen Situationen Mut bewiesen.

Welches Titelbild Sie auf Ihrem Beobachter in den Händen halten, ist reiner Zufall. Wir haben je 450'00 Exemplare mit jedem Porträt gedruckt und sie möglichst ausgewogen verteilt. Zwar ist es möglich, dass an einem Kiosk nur Beobachter mit dem jeweils gleichen Cover angeboten werden, aber am nächsten Kiosk liegt sicher schon ein Heft mit einem anderen Preisanwärter auf. Die Reihenfolge der Nominierten ist zufällig gewählt.

Jetzt ist es an Ihnen, liebe Leserinnen und Leser. Staunen Sie mit uns über den 14-Jährigen, der ein Kind aus einem Fluss gerettet hat, über die junge Frau, die einen Dieb am Schlafittchen packte, der eine 21-Jährige attackiert hatte. Lesen Sie, was eine Lehman-Brothers-Geschädigte riskierte, um andern geprellten CS-Kunden zu helfen, wie eine Staatsangestellte sich gegen Amtswillkür wehrte, wie eine 70-jährige Nonne Asylbewerbern zu ihrem Recht verhalf. Erfahren Sie, warum eine Verkäuferin die Kündigung erhielt, nachdem sie sich für ihre Kolleginnen gewehrt hatte, und wie ein Familienvater durchs Feuer ging, um einen Mann aus einem Unfallauto zu retten.

Anzeige

Ihre Stimme für die mutigste Tat zählt. Am 11. September wird der Prix Courage verliehen. Für einmal findet die feierliche Übergabe in diesem Jahr in einem kleinen Rahmen statt, immer noch festlich, aber mit deutlich kleinerem Budget. Der Vorstand der Axel Springer AG, die auch den Beobachter herausgibt, entschied sich in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten, bei Festanlässen zu sparen, aber nicht bei den journalistischen Inhalten und nicht beim Personal.

Deshalb recherchieren wir weiter für Sie, auch da, wo die Abklärungen aufwendig sind und andern die Kräfte versiegen. Zum Beispiel im Dickicht des Pensionskassen-Dschungels. Wir zeigen, wie die zweite Säule zum Selbstbedienungsladen verkommt. Wie Banken, Berater und Versicherer am Honigtopf verdienen, statt uns möglichst hohe Renten zu sichern (siehe Artikel zum Thema). Haben Sie gewusst, dass Vermögensverwaltung und Administration der rund 700 Milliarden Franken PK-Gelder jeden Versicherten im Schnitt weit über 1000 Franken pro Jahr kosten? Und dass viele Kassen keine Ahnung haben, wie viel Gebühren sie für Fonds und andere Anlagevehikel zahlen? Es wird höchste Zeit, die Vorsorgebranche enger an die Kandare zu nehmen.

Dieses Bild kann nicht angezeigt werden.