Essen Sie nicht vor dem Fernseher oder während der Arbeit. Essgenuss verlangt nach Aufmerksamkeit. Nur mit offenen Sinnen können Sie spüren, riechen und schmecken, was Sie zu sich nehmen.


Achten Sie darauf, dass Sie beim Essen genügend Armfreiheit haben. Runde Tische eignen sich besonders gut. Essen Sie zusammen mit Menschen, die Sie mögen, denn gemeinsamer Genuss ist doppelter Genuss.


Stellen Sie den Esstisch an einen hellen, geräumigen Ort und schmücken Sie ihn. Es muss keine aufwändige Dekoration sein: Schon eine einzelne Blume, einige Herbstblätter oder eine brennende Kerze wirken einladend.


Benutzen Sie schönes Geschirr und Essbesteck, denn das Auge isst mit. Behandeln Sie Geschirr und Besteck genauso sorgsam wie die Speisen.


Als Beleuchtung im Esszimmer eignen sich Lampen, die einen warmen Lichtkegel über den Tisch werfen, ohne dabei die Essenden zu blenden. Warmes Licht lässt das Essen verführerischer erscheinen. Ausserdem entspannt es die Magenmuskulatur.


Musik vor und nach dem Essen sorgt für die richtige Stimmung. Während des Mahls sollten indes die Gerichte und das Tischgespräch im Mittelpunkt sein.


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Vermeiden Sie Zurechtweisungen am Tisch. Mit negativen Kommentaren zum Essverhalten verderben Sie sich und den anderen bloss den Appetit. Essen und Genuss sind sehr private Angelegenheiten. Hat eine Person am Tisch ein Essproblem, sollte dies nicht während der Mahlzeit besprochen werden.


Zwang und zu starre Regeln verderben den Genuss genauso wie mangelhafte Manieren. Verlangen Sie von Ihren Kindern deshalb nicht dasselbe wie von sich selbst der Ellbogen darf ruhig auch mal aufgestützt bleiben.


Nehmen Sie sich genügend Zeit für das Essen. Legen Sie das Besteck zwischendurch auf den Teller und lehnen Sie sich einen Moment zurück. Nach dem Essen sollten Sie nicht sofort mit dem Aufräumen beginnen. Führen Sie Gespräche zu Ende, legen Sie sich kurz hin oder gehen Sie spazieren das hilft der Verdauung.


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Kochen und essen Sie mit allen Sinnen. Ertasten Sie das Gemüse, hören Sie beim Dünsten zu, bringen Sie Farbe in Ihre Gerichte, riechen Sie an den Gewürzen und suchen Sie nach sinnlichen Worten für den Geschmack.


Und zu guter Letzt: Bedanken Sie sich beim Koch oder der Köchin auch wenn nicht alles perfekt war.