Eins nach dem andern

Eine Belohnung soll es nicht erst geben, wenn sowohl das Zähneputzen gut erledigt, das Pyjama selbstständig angezogen als auch das Zimmer aufgeräumt ist, sondern für eines davon - und jeden Abend für das Gleiche.

Altersgerechte Zeiträume

Ein kleines Kind hat noch nicht das Zeitgefühl Erwachsener. Dass es während des ganzen Essens geduldig sitzen bleibt, ist beispielsweise zu viel verlangt. Besser: Stellen Sie eine Eieruhr auf 10 bis 15 Minuten. Nach dieser Zeit darf das Kind den Tisch verlassen, sofern es mit dem Essen fertig ist.

Vorsicht, listige Pappenheimer

Ob die Geschwister tatsächlich den Erwartungen der Eltern entsprechend miteinander umgehen, ist zeitweise nicht zu kontrollieren. Ein Kind kann also das andere unbemerkt ärgern und von den Eltern aus Unwissenheit trotzdem belohnt werden.

Die Belohnung muss attraktiv sein

Ein handgestrickter Pulli kann ein Kind nicht überzeugen, wenn es auf Markenklamotten steht. Fragen Sie das Kind, was es sich wünscht, und schätzen Sie mit ihm zusammen ab, ob das im möglichen Preisrahmen liegt.

Anreize können nicht immer helfen: Bei Problemen mit seelischen oder körperlichen Ur­sachen wie Nagelkauen oder Bett­nässen können Anreize nicht helfen. Im Gegenteil: Es kann sein, dass in Aussicht gestellte Belohnungen den psychischen Druck noch erhöhen.

Über Misserfolge hinwegsehen

Wenn ein Kind einmal keinen Bonuspunkt verdient, ist das normal. Reagieren Sie nicht mit erhobenem Zeigefinger oder schimpfend. Wenn ein Kind trotzdem auf einer Belohnung besteht, fragen Sie es, weshalb es glaubt, sie verdient zu haben. Meist sehen Kinder im ruhigen Gespräch selber ein, dass sie ihre Aufgabe nicht befriedigend erledigt haben.

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