Beginnen wir beim Neuling, dem Weihnachtsmann, der früher im Nordosten Europas zu Hause war. Er trägt rote Hosen, kommt mit einem Rentiergespann daher und beginnt schon kurz nach den Herbstferien damit, das Weihnachtsgeschäft kräftig anzukurbeln. Zudem verteilt er Geschenke und macht Werbung für grosse Konzerne.

Der Samichlaus dagegen ist kein Geschäftsmann. 364 Tage im Jahr versteckt er sich tief im Wald und zeigt sich nur am 6. Dezember. Er trägt statt Hosen ein langes rotes Gewand und bringt den Kindern auch nicht haufenweise Geschenke. In seinem Sack hat er bloss Nüsse, Mandarinen, Äpfel und Birnen, die er meist auch an jene verteilt, die nicht immer brav und anständig waren - schliesslich geloben alle Besserung, wenn er ihnen ihre Verfehlungen vorhält, die in seinem goldenen Buch aufgeführt sind. Seine Fitze ist heute nur ein Relikt aus alten Zeiten.

Während man Weihnachtsmann und Samichlaus leicht erkennt, hat noch kein Kind je das Christkind gesehen. Immer nur die Eltern. Jahr für Jahr hilft es diesen, den Christbaum zu schmücken, und bringt die Geschenke. Sobald ein Kind ins Wohnzimmer kommt, ist es weg. Bei seinem überstürzten Abflug aber muss es Haare lassen, womit sich auch das Engelshaar auf dem Baum erklärt.