Nach den Sommerferien gilt es für viele Kinder ernst – nicht nur in Kindergarten und Schule, sondern bereits auf dem Weg dorthin. Eltern tun deshalb gut daran, ihre Sprösslinge frühzeitig auf die ersten Schritte im Strassenverkehr vorzubereiten.

Als Erstes ist es wichtig, dass die Eltern nicht unbedingt den kürzesten Weg wählen, sondern den sichersten. Und diesen sollten sie bereits vor dem ersten Kindergarten- oder Schultag mehrfach mit dem Kind gehen und schwierige Stellen gezielt üben. Wichtig ist zudem, dass sie dem Kind genug Zeit für den Weg geben und dass sie es so kleiden, dass es auch bei Regen und Nebel gut sichtbar ist.

Beim Üben sollten Eltern nach dem Schema «Warte, luege, lose, laufe» vorgehen:

  • 1. Vor dem Randstein immer anhalten.
  • 2. Auf beide Seiten schauen, ob ein Fahrzeug kommt – und dabei auch gut hinhören.
  • 3. Erst losgehen, wenn kein Fahrzeug kommt oder wenn das Fahrzeug stillsteht. Nie rennen! Beim Überqueren nochmals auf beide Seiten schauen.

Besondere Aufmerksamkeit muss dort gelten, wo Fahrzeuge in die Strasse einbiegen, die das Kind überqueren muss – und dort, wo die Sicht auf die Strasse verdeckt ist, etwa durch parkierte Autos oder Hecken. Eltern sollten dabei unbedingt bedenken, dass Kinder einiges kleiner sind als sie. Um festzustellen, welche Hindernisse ein Problem sind, sollten sie deshalb in die Hocke gehen.

Ein positives Vorbild sein

Erwachsene sollten stets daran denken, dass sie immer ein Vorbild für die Kinder sind. Deshalb sollten sie nie bei Rot die Strasse überqueren, immer warten, bis alle Fahrzeuge anhalten, den Rand des Trottoirs immer als Grenze respektieren, nie zwischen parkierten Autos hindurch die Strasse überqueren – und auch einmal einen Umweg in Kauf nehmen, um den nächsten Fussgängerstreifen benutzen zu können.

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Weitere Infos

«Erste Schritte im Strassenverkehr» der Beratungsstelle für Unfallverhütung: www.bfu.ch