Sabine Jacob schält ihren drei Buben Kiwis zum Zvieri. Der zweijährige Dominik ruft: «Ich möchte eine grosse!» Links und rechts von der Mutter stehen Manuel und Lukas und geniessen die Früchte. Sabine Jacob erzählt vom Jobsharing mit ihrem Mann: Sie arbeitet mit einem 50-Prozent-Pensum an der ETH Zürich als Ernährungswissenschaftlerin, ihr Mann Robert Sempach ist freiberuflich als Psychologe tätig und arbeitet oft zu Hause.

Dementsprechend sind die Platzbedürfnisse der Familie gewachsen die frühere 4-Zimmer-Mietwohnung wurde ihnen nicht mehr gerecht. Doch die Suche nach einem grösseren, familienfreundlichen Angebot war mühselig. Sabine Jacob: «Etwa drei Jahre lang haben wir gesucht.»

Dass die Familie das einseitig angebaute Einfamilienhaus in Zürich-Witikon mit Baujahr 1953 erwerben konnte, war ein Glücksfall. Von Anfang an war klar, dass die Familie das Haus renovieren und nach ihren Bedürfnissen umgestalten wollte. Der wichtigste Eingriff war die Aufstockung des Gebäudes um rund einen Meter. Damit konnte der kleine Estrich zu einer geräumigen, hellen Mansarde mit Terrasse ausgebaut werden. Architekt Karl Viridén sagt dazu: «Die Terrasse mitgerechnet, vergrössert dies die Hausfläche um einen Drittel.» Der Vater nutzt das Dachgeschoss nun, um in Ruhe arbeiten zu können; es dient aber auch als Gästezimmer. Damit verfügt das Gebäude über sechs zum Teil sehr grosse Wohnräume. Der achtjährige Manuel hat ein eigenes Zimmer. Er sagt: «So kann ich die anderen auch einmal hinausschicken, wenn ich Aufgaben machen muss.»

Das Haus wird veränderten Bedürfnissen gerecht. «In der jetzigen Phase orientieren sich die Kinder noch stark an den Eltern. Sie spielen vor allem im Erdgeschoss, wo sich Küche und Wohnzimmer befinden», erzählt die Mutter. Das wird aber nicht immer so bleiben. Die Eltern haben daher längerfristig geplant: «Jedes Kind hat die Möglichkeit, später im ersten Stock ein eigenes Zimmer zu beziehen», sagt Robert Sempach. «Wir Eltern werden uns dann ins Dachgeschoss zurückziehen.» So war es folgerichtig, in der neuen Mansarde ein Badezimmer einzubauen.

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«Uns liegt sehr viel an der Anpassbarkeit des Hauses», betont Sabine Jacob. Sobald die Buben in die Pubertät kommen, ist genug Spielraum vorhanden, um sich aus dem Weg zu gehen. Für die Familie war auch eine eigene Waschküche von Bedeutung. «Bei unserem Lebensrhythmus bin ich manchmal froh, nachts um zwölf Uhr noch waschen zu können.»

Wichtig ist das Grün ums Haus und die Möglichkeit, den Garten nach Lust und Laune nutzen zu können. Stichwort Garten: Die Umbauarbeiten umfassten auch einen Durchbruch vom Entrée- und Küchenbereich zum Garten damit die Buben nach dem Zvieri im Nu draussen sind.

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