Haustiere sind in der Schweiz weit zahlreicher als Menschen: Auf die 7,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner kommen etwa 1,3 Millionen Katzen, eine halbe Million Hunde, 600'000 Stubenvögel, 460'000 Nagetiere und etwa 7 Millionen Fische. Um ihr Wohl während der Ferien ihrer Besitzer zu gewährleisten, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Katzen: Am liebsten nichts Neues

  • Katzen bleiben am liebsten daheim. Sie gewöhnen sich nur langsam an eine neue Umgebung. Deshalb sollten Sie rechtzeitig eine Person suchen, die die Betreuung übernimmt.
  • Diese Person sollte die Katze zu Hause nicht nur füttern, sondern sie auch streicheln und täglich Zeit mit ihr verbringen.
  • Ideal ist es, wenn jemand für die Dauer Ihrer Abwesenheit zur Katze zieht.

  • Viele Tierheime nehmen auch Katzen auf. Kosten: 12 bis 30 Franken pro Tag.


Hunde: Bitte nicht in die Luft gehen!

  • Als Rudeltier verbleibt ein Hund am liebsten bei der Familie. Gut geeignet für ihn sind Wander- oder andere Ferien in der freien Natur, ungeeignet dagegen südliche Reiseziele. Ausserdem sind zahlreiche Museen, Ausflugsziele und Strände für Hunde ohnehin verboten.
  • Flugreisen sind für Hunde eine Tortur, besser sind Bahnreisen ausserhalb der Stosszeiten und Autoreisen mit regelmässigen Pausen zum Trinken und Gassigehen. Sommerliche Autofahrten verträgt ein Hund besser in der Nacht.
  • Erkundigen Sie sich rechtzeitig, ob Sie den Hund ins Hotel oder in die Ferienwohnung mitnehmen dürfen. Lassen Sie sich die Zusage schriftlich bestätigen.
  • Kümmern Sie sich früh um die notwendigen Impfungen des Vierbeiners – fürs Tierheim wie für die Auslandreise.
  • Falls Sie den Hund in ein Tierheim geben: Reservieren Sie sechs Monate vor der Abreise einen Platz. Adressen gibt es beim örtlichen Tierschutzverein oder im Internet. Kosten: 15 bis 50 Franken pro Tag.
  • Testen Sie, ob es dem Hund im vorgesehenen Heim gefällt. Sein Verhalten nach einer Probenacht zeigt Ihnen sofort, ob Sie ihn auch länger dort platzieren können.


Nagetiere und Vögel: Alles nach Plan

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  • Wenn Sie die Tiere zu Hause versorgen lassen, sollten Sie einen exakten Fütterungs- und Pflegeplan erstellen.
  • Manche Tierheime nehmen auch Nagetiere und Vögel in Obhut (inklusive Käfig). Kosten: rund 5 Franken pro Tag.


Fische: Nicht automatisch zufrieden

  • Verzichten Sie auf automatische Fütterungsautomaten, sie könnten versagen.
  • Erklären Sie der Betreuungsperson das Aquarium sehr genau, vor allem für den Fall von Defekten oder Stromausfall.


Beratung und Adressen
Die Zoologin Eva Waiblinger beantwortet unter Telefon 061 365 99 99 oder über E-Mail eva.waiblinger@tierschutz.com Fragen zur Haltung und Unterbringung von Tieren während der Ferien, jeweils Montag bis Freitag zwischen 14 und 17 Uhr.

Buchtipps

  • Maria Keck: «Hotelführer für Zwei- und Vierbeiner»; Keck-Verlag, 2001 (Neuauflage 2004 erscheint demnächst), Fr. 17.30
  • Antoine F. Goetschel, Dieter Hitz, Christine Naef: «Unser Hund – praktische Tipps zu Haltung, Gesundheit und Rechtsfragen»; Beobachter-Buchverlag, 2001, Fr. 29.80
  • Christine Naef: «Was Katzen lieben»; Beobachter-Buchverlag, 1999, Fr. 19.80 (für Abonnenten Fr. 16.80)
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