«Du hast doch Katzen, oder?» Ich sitze gerade in der Kantine und möchte in mein Schinkenbrötchen beissen, als sich ein verzweifelt aussehender Arbeitskollege mit dieser Frage an mich wendet. «Ja, die eine oder andere», antworte ich. «Und ich habe gehört, deine Katzen seien auch verhaltensauffällig?», fragt der Kollege weiter. Welche Katze ist nicht verhaltensauffällig?, denke ich und versuche zu erklären: «Na ja, meine Ex-Strassenkatzen haben teils eine schlimme Vergangenheit…» Er fühlt sich bestätigt: «Ja, genau – und du hast doch eine Tierpsychologin und benutzt Bachblüten und so was. Ich habe mich gefragt, ob uns das auch helfen könnte.»

Der Kollege erzählt, er habe seit kurzem eine junge Katze, und die mache Probleme. Sie klettere die Gardinen hoch und schmeisse immer die Deko von den Kommoden. «Oh, wie schön», freue ich mich, «eine gesunde kleine Katze.» Der Arbeits­kollege guckt irritiert – und ich verstehe: «Du willst ihr das abge­wöhnen?»

Er habe den Tipp bekommen, die Katze mit einer Wasserpistole zu bespritzen. Oder anzufauchen. Jetzt bin ich es, die irritiert ist: «Und hat das was gebracht?» Nein, darum frage er sich nun, wie er sie erziehen könne. «Es gibt einen einfachen Trick, wie ihr erreichen könnt, dass die Katze die Gardinen und die Deko in Ruhe lässt.» Mein Kollege schaut hoffnungsfroh: «Gibt es dafür einen Spray oder so?» Bevor ich endlich in mein Schinkenbrötchen beisse, schlage ich vor: «Ersetzt die Gardinen durch Rollläden und schmeisst die Deko weg. Das funktioniert garantiert.»

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