Es komme öfter «zu Übergriffen auf unbeteiligte Fans», und «mit dem Einsatz von Steinen, Schlagutensilien und Feuerwerkskörpern nehmen die Gewalttäter schwere Körperverletzungen in Kauf». Die teilweise «bestehenden personellen Verknüpfungen von Hooligans und rechtsextremen Jugendlichen» seien «problematisch».

Konkret verweist das BAP auf Randale vor dem Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Liverpool im letzten November, als sich Fans in Zürich eine Massenschlägerei lieferten. Zu Ausschreitungen kam es letztes Jahr auch im Zürcher Hardturm und nach einem Spiel zwischen dem FCB und dem FC Luzern.

Der Zürcher Psychiater Mario Gmür diagnostiziert bei den jungen Randalierern Lust auf Gefahr: «Diese kann sich auch beim Töfffahren oder Zugsurfen äussern.»

Begünstigt würden die gefährlichen Spiele von jugendlicher Unrast, die durch die Faktoren Sexualtrieb, verändertes Körperbild und Neupositionierung in der Gesellschaft gefördert werde. In der Gruppe fänden die Jungen eine neue Heimat: Gegnerische Fans gälten als «ideale Feinde».

Sie benützten keine Waffen, liessen Unbeteiligte in Ruhe und träten nicht nach gestürzten Gegnern, behaupten viele Hooligans. «Meist halten sie sich daran», sagt Roland Schibli von der Stadtpolizei Zürich, «doch wenn die einen den Gürtel ausziehen, tuns die anderen auch.»

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