Kinder und Jugendliche streiten und raufen nun mal gern. Auch wenn ein blaues Auge formaljuristisch den Straftatbestand der Körperverletzung erfüllt, ist nicht jedes Mal ein Einschreiten der Erwachsenen nötig. Hier einige Tipps vom Elternnotruf Zürich, wann Erwachsene sich einmischen sollten und wann nicht:

Das geht Erwachsene nichts an:

  • Lautstarke Streitereien und Beschimpfungen zwischen Einzelnen und Gruppen – jedenfalls wenn die Kinder den Streit aus eigener Kraft wieder beenden können.

  • Harmlose Raufereien ohne Waffen unter ungefähr gleich starken Kindern.

  • Doktorspiele zwischen gleichaltrigen, gleichberechtigten Kindern.

Das sind Gründe zum Einschreiten:

  • Wenn ein deutlich schwächeres Kind misshandelt wird.

  • Wenn Waffen – auch Stöcke oder Steine – im Spiel sind oder bei ernsthafteren Verletzungen.

  • Bei sexueller Gewalt oder bei sexuellen Handlungen gegen den Willen des Opfers.

  • Bei Erpressungen.

  • Wenn physische und verbale Übergriffe systematisch wiederholt werden.

  • Wenn ein Kind systematisch von anderen Kindern ausgegrenzt, gedemütigt oder ausgelacht wird.


So können Erwachsene reagieren
:
Suchen Sie zuerst das Gespräch: erst mit den beteiligten Kindern, wenn das nichts nützt, mit den Eltern und Lehrern. Die Polizei sollte man zuletzt einschalten.

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Wenn Ihr Kind als Opfer von Gewalt betroffen ist oder mit dem Gesetz in Konflikt gerät, finden Sie Rat und Hilfe bei den unten stehenden Adressen.

Adressen

  • Elternnotruf Zürich, Telefon 044 261 88 66
  • Elternnotruf Zug, Telefon 041 710 22 05
  • Elternnotruf Ostschweiz, Telefon 071 244 20 20
  • www.elternnotruf.ch