Die Selbstwahrnehmung der Jungen ist ganz anders: Sie fühlen sich gesund und leben auch so. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage der Amiado Group, die wie der Beobachter zu Axel Springer Schweiz gehört.

Bei der anonymen Online-Befragung auf www.usgang.ch und www.students.ch haben 3400 Personen mitgemacht. Das Resultat: 86 Prozent der Teilnehmer (im Schnitt 22 Jahre alt) fühlen sich gesund, über zwei Drittel rauchen nicht, und ebenso viele – egal, ob Mann oder Frau – treiben ein- bis zweimal die Woche Sport. 90 Prozent essen täglich Obst.

Doch nur brav ist die Partygeneration nicht: Rund 70 Prozent der Frauen und fast 80 Prozent der Männer trinken regelmässig Alkohol. Eine Studie der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme bestätigt, dass Buben mehr trinken als Mädchen, obwohl diese aufholen.

Härtere Drogen im Kommen

Das wohl erstaunlichste Resultat: Die Jugendlichen kiffen weniger (16 Prozent), als dass sie Drogen wie LSD, Kokain, Speed oder Ecstasy nehmen oder ausprobiert haben (19 Prozent).

Die Umfrage ist allerdings nicht repräsentativ, und es haben doppelt so viele Frauen mitgemacht wie Männer. Der hohe Anteil an Drogenkonsumenten wird aber durch die schweizerische Gesundheitsbefragung von 2007 gestützt: Dort gaben knapp 20 Prozent der über 15-Jährigen an, bereits illegale Drogen konsumiert zu haben. Meist handelte es sich dabei zwar um Cannabis, eine Tendenz zum vermehrten Konsum härterer Drogen war aber auch dort erkennbar.

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