Kein Zweifel: Jungs haben keine guten Karten. In der Schule werden sie von den Mädchen abgehängt, sie ertrinken häufiger, sowohl im Wasser wie im Alkohol, die Gesellschaft ächtet ihre natürlichen Verhaltensweisen (im Stehen pinkeln) und ihre Humorvorstellungen (Fürze anzünden) und – als wäre der Demontage nicht schon genug – sie sterben auch noch früher.

Höchste Zeit also, dass Männer Flagge zeigen – und ihren Söhnen die Stange halten. Wie sie das tun können und vor allem, wie viel Spass das machen kann, zeigt Christian Ankowitsch in «Wir Jungs», einem Handbuch für Väter, Söhne und andere Abenteurer.

Das Buch ist eine Mischung aus inspirierenden Freizeitideen und praktischen Spieltipps, cleveren Einfällen und (lebens)klugen Reflexionen über Themen, die Männer und ihre Jungs eben so beschäftigen: Wie man Fallen baut, wie man etwas bastelt, das fliegt, schwimmt oder Dampf macht. Wie man vom Zehnmeterbrett springt und wie man stilsicher wieder runterkommt, wenn man sich doch nicht traut. Wie man ein «wildes Wochenende» plant. Aber auch: Welche Dinge einem Jungen später Vorteile bringen, wohin die Dominanz der Frauen in der Kindererziehung führt und was körperliche Gewalt bedeutet dies alles und noch viel mehr findet Platz in diesem unerlässlichen Kompendium für Männer, die gerne Vater sind.

Sollen auch Mütter dieses Buch lesen? Der Autor schreibt dazu: «Gerne. Sie riskieren freilich, dass sie ein paar rätselhafte Verhaltensweisen der kleinen und grossen Jungs zu verstehen beginnen – mit all den Folgen, die so etwas hat.» Wir meinen: Kann Männern etwas Besseres passieren?

Christian Ankowitsch: «Wir Jungs. Ein Handbuch für Väter, Söhne und andere Abenteurer»; Kunstmann, 2008, 200 Seiten, CHF 32.90 

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