Eine neue Studie des Kinderfacharztes Dimitri A. Christakis vom Children’s Hospital in Seattle (USA) zeigt: Zeichentrick- und Kampfsportsendungen machen Knaben aggressiver als bisher angenommen. Deshalb ist es für Eltern von Zwei- bis Fünfjährigen besonders wichtig, den TV-Konsum zu kontrollieren. Sehen sich Kinder in diesem Alter regelmässig entsprechende Sendungen an, laufen sie Gefahr, später aggressiv und ungehorsam zu werden. Gefährlich seien Zeichentrickfilme deshalb, weil sie in den Augen der Eltern harmlos sind. In Wirklichkeit hinterliessen sie ein falsches Bild davon, wozu Gewalt im wirklichen Leben führe.

Christakis empfiehlt Eltern, nach solchen Sendungen mit den Knaben das Gesehene zu verarbeiten. Mädchen, die sich dieselben Programme angesehen haben, zeigten später kein unsoziales Verhalten. Dennoch sollten Kinder generell möglichst selten fernsehen: Fangen sie damit zu früh an, werden sie häufiger verhaltensauffällig als andere. Unter Zweijährige sollten deshalb gar nicht fernsehen, rät Christakis.

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