Dass die Tochter mit ihrem Taschengeld kaufen kann, was sie will, steht für die Mutter ausser Frage, «da mache ich ihr nun wirklich keine Vorschriften». Aber: «Wie ist es mit der Gesundheit?» Die Sorge der Anruferin ist nachvollziehbar. Push-up-Büstenhalter pressen den Busen zusammen, drücken ihn nach oben und lassen ihn so grösser erscheinen. «Kann das zu bleibenden Schäden führen?», möchte unsere Leserin wissen. Wohl kaum, antwortet die Beraterin.

Doch etwas übertrieben

Es sei denn, das Ganze schnürt, wenn zu klein, den Brustkorb zusammen. «Die Grösse wäre schon okay», meint die Mutter. Sie störe vor allem, dass das Mädchen den Fetzen auch nachts beim Schlafen anbehält. Aha, darum gehts! Das ist dann doch etwas übertrieben. Aber Verbote nützen da gar nichts. «Erzählen Sie Ihrer Tochter von Ihren gesundheitlichen Sorgen», rät die Erziehungsberaterin. Und sie hilft auch gleich, einen Kompromissvorschlag zu formulieren: «Push-up-BHs sind modern und machen eine gute Figur. Ich akzeptiere, dass du welche trägst. Aber nicht in der Nacht.» Da sieht es ja sowieso keiner. Vorerst jedenfalls nicht.