Der Anteil der nicht ehelichen Geburten am Geburtentotal hat sich zwischen 1998 und 2007 nahezu verdoppelt, von 8,8 auf 16,2 Prozent. Wer diese Zahl hoch findet, dem sei gesagt: Das ist immer noch sehr wenig - im Vergleich mit der EU, wo der Anteil nicht ehelicher Geburten bei 33 Prozent liegt. Das Bundesamt für Statistik gibt folgende Antwort auf die Frage, warum Schweizerinnen und Schweizer so stark abweichen von den EU-Bürgern: «Das fragen wir uns auch jedes Mal, wenn wir die Zahlen sehen. Die Schweizer haben halt immer noch sehr traditionelle Lebensentwürfe - das ist die einzige Erklärung, die uns dazu einfällt. Erst die Heirat, dann die Geburt.»

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