Lieber Luca
Bist du denn sicher, dass es immer auf die Konfitüreseite fällt? Um das wirklich herauszufinden, müsstest du einen wissenschaftlichen Versuch machen. Ich schlage vor, du gehst in die Küche, bestreichst 100 Brotscheiben und lässt sie auf den Boden fallen...

Nein, das ist natürlich ein Scherz. Wir wollen ja die Nerven deiner Eltern nicht überstrapazieren. Und ausserdem hat jemand diesen Versuch schon gemacht, das war der englische Physiker Robert Matthews. Er hat 1995 herausgefunden, dass in die Luft geworfene Butterbrote genauso oft auf der nackten wie auf der bestrichenen Seite landen. Dass die Butterseite ein bisschen schwerer ist, hat nämlich nur einen ganz geringen Einfluss darauf, wie das Brot fällt, sagen Mathematiker. Sie haben eine andere Erklärung dafür, dass Brotscheiben oft auf der «falschen» Seite zu liegen kommen: Schuld ist die durchschnittliche Höhe unserer Küchentische. Wenn nämlich ein Stück Brot vom Tisch fällt, hat es gerade genügend Zeit, sich einmal zu drehen und - platsch! - auf der schmierigen Seite zu landen.

Aber eigentlich steckt hinter der ganzen Sache ein anderer Grund: Murphys Gesetz. Es besagt so ungefähr: «Alles, was schiefgehen kann, geht schief.» Es geht auf Edward A. Murphy zurück, der vor 60 Jahren für die amerikanische Luftwaffe Raketenexperimente machte. Dieses Gesetz ist natürlich nicht ganz ernst gemeint. Aber es kann einem viel helfen im Leben. Wenn du nämlich wieder mal Pech hast, sei es ein Unfall mit einem Gonfibrot oder wenn beim Fussball eine Scheibe zu Bruch geht, kannst du sagen: «Das war nicht ich. Das war Murphys Gesetz.»

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