In Schneestürmen wärmen wir uns gegenseitig. Kaum haben sich die Wolken verzogen, checkt einer von uns das Wasser und gibt den andern grünes Licht. Alle stürzen sich hinein. Fische schwimmen uns direkt in die Flossen. Unzählige haben keine Chance gegen meinen aerodynamischen Körper. Die weniger erfolgreichen Pinguine bekommen ein paar Fische von den anderen.

Doch nach dem kurzen Vergnügen gehts ans Eingemachte. Ein Seebär taucht auf, die Verfolgungsjagd beginnt. Innerhalb weniger Minuten sind alle an Land ausser ein oder zwei Pinguine, die der Seebär geschnappt hat.

Der gemütliche Teil des Lebens eines Pinguins spielt sich an Land ab. Sobald die Weibchen ihre Eier gelegt haben, kommen die Männchen und beschützen mit höchster Sorgfalt die Eier und wärmen sie unter dem Frack. ­Heute gehen die Weibchen auf die Jagd. Der Himmel ist glasklar und blau, von Feinden ist nicht die Spur zu sehen. Das perfekte Wetter, um mit den anderen Pin­guinen um die Wette zu schwimmen und die Fische zu schnappen.

Der Ruf der Wale klingt unter Wasser so schön, als wolle jeder der Wale sich mit uns persönlich unterhalten. Doch der Ruf wird immer hektischer und schliesslich zu einem Schrei. Ein Weisser Hai nähert sich! Die Pinguine stürmen aus dem Wasser. Glück gehabt. Dieses Mal hats keinen erwischt.

Inzwischen sind nach 21 Tagen die Jungen geschlüpft. Die wollig wusche­ligen Jungen sind eine Augenweide.

Nach ein paar Tagen werden sie sich mausern und gehen mit ihren Genossen bei sicherem Wetter ins Wasser.

Den Sonnenuntergang erlebt man nur einmal im Jahr. Dieses Schauspiel lässt sich kein Pinguin entgehen.

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