Ich hätte einen Grossvater, der einmal von einem Fischer gefangen wurde. Der Fischer hat ihn dann wieder ins Wasser geschmissen, darum warnt er mich und meine Kollegen davor. Meine Kollegen glauben das nicht und lachen nur. Meine Kollegen und ich leben an der Mündung der Reuss beim Vierwaldstättersee unter der Kappelbrücke. Unser Feind ist der Hecht. Wir schwimmen um die Wette – doch plötzlich ist der gefürchtetste Hecht der Reuss vor mir. Er greift uns an. Plötzlich fällt etwas über mir ins Wasser, ich sehe es, es ist ein Wobler (ein Plastikfisch zum Fischen). Der Hecht meint, es sei ein echter Fisch, und fängt ihn. Doch da wird er aus dem Wasser gezogen. Nach der überstandenen Gefahr glauben meine Kollegen Grossvaters Geschichte. Ich schwimme alleine umher und sehe einen Wurm, ich beisse rein. Plötzlich zieht der Angelhaken mich an die Wasseroberfläche. Ich springe wild umher, falle ins Wasser, der Angelhaken ist aus meiner Backe. Ich blute stark und schwimme deshalb schnell nach Hause. Nach einem Jahr sieht man nur noch die Narbe.
Jetzt bin ich ein ausgewachsener Egli mit viel Erfahrung. Ich weiss: Irgendeinmal werde ich gefangen werden. Mein Wunsch ist es, von Mathias gefischt zu werden, er ist eben der beste Fischer der Schweiz. Ich schwimme ein bisschen herum und schwimme in einen Angelhaken. Ich schwimme dagegen, aber es zieht mich hoch. Ich höre den Jungen schreien: Ich hab einen, Roman. Roman ist der beste Kollege von Mathias. Ich merke, dass Mathias mich an der Angel hat, und lasse locker. Mathias fängt mich, ich spüre nur noch zwei Schläge auf meinen Nacken und sterbe in Ehren.

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