«Komm!» Nein. «Ko-omm!» Nein. «Koo-oommm!» Nein. «Okay, dann bleibst du draussen! Alleine!» Peng! Und dann knie ich wie bestellt und nicht abgeholt hinter der Tür, spähe durch einen Spalt oder ein kleines Fenster, beobachte, was er tut - jederzeit bereit einzugreifen, falls er sich zu einem Protestmarsch in Richtung Strasse entscheiden sollte. Aber natürlich macht er das nicht, sondern zählt Steine oder bohrt in der Nase, bloss um die Zeit zu überbrücken, bis sich die Tür von alleine wieder öffnet, was sie früher oder später notgedrungen immer tut, und der doofe Erwachsene etwas sagt wie: «Koo-omm jetzt. Sonst bleiben wir am Nachmittag zu Hause.» Nöd waahr? Und wer wäre dann der Dumme? Kein vernünftiger Vater käme auf die Idee, mit seinen zwei Kindern mit tüchtig Raketenantrieb im Hintern einen ganzen Tag in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Und so fällt die Tür ein weiteres Mal ins Schloss: Peng!

Natürlich könnte ich Fin so leicht nach oben in die Wohnung locken wie einen Primaten in den Handstand. Aber dann hätte er mich just da, wo er mich haben möchte - bei Missachtung von Grundsatz Nr. 2: Das Kind ist kein dumpfer Dressuraffe, der für ein Stück Zucker ein Leben lang den Hampelmann macht. Bereits das zweite Kunststück kostet bei Kindern zwei Zucker, dann drei, dann vier... und im Teenageralter wirds richtig teuer. Also bleibe ich hinter der Tür sitzen und versuche die Frage zu ignorieren: Wer genau macht sich hier zum Affen?

Meist lohnt sich die Geduld. Denn auch Fin hat die Steine irgendwann gezählt, ist in den Nasengängen irgendwann auf Grund gestossen. Dann klopft er an die Tür und schreit: «Paaapiiii.» Und ich sitze da und geniesse den Triumph. Nur kurz, ein paar Sekunden. Still. Für mich allein - und warte auf folgenden Satz: «Okay, Papi, dann lade ich dich nicht ein zu meinem Geburtstag.» Dann denke ich mir: Lieber Fin, drohe nicht mit Sanktionen, die du später selber bereuen würdest. Denn es ist ja nicht so, dass der Papi nicht mal auf ein Geburtstagsfest verzichten würde. Man kann Wochenenden, man glaubts kaum, nämlich auch anders verbringen. Aber dazu ein andermal mehr.

«Komm!» Nein. «Ko-omm!» Nein. «Koo-oommm!» Nein. «Okay, dann bleibst du draussen! Alleine!» Peng! Und dann knie ich wie bestellt und nicht abgeholt hinter der Tür, spähe durch einen Spalt oder ein kleines Fenster, beobachte, was er tut - jederzeit bereit einzugreifen, falls er sich zu einem Protestmarsch in Richtung Strasse entscheiden sollte. Aber natürlich macht er das nicht, sondern zählt Steine oder bohrt in der Nase, bloss um die Zeit zu überbrücken, bis sich die Tür von alleine wieder öffnet, was sie früher oder später notgedrungen immer tut, und der doofe Erwachsene etwas sagt wie: «Koo-omm jetzt. Sonst bleiben wir am Nachmittag zu Hause.» Nöd waahr? Und wer wäre dann der Dumme? Kein vernünftiger Vater käme auf die Idee, mit seinen zwei Kindern mit tüchtig Raketenantrieb im Hintern einen ganzen Tag in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Und so fällt die Tür ein weiteres Mal ins Schloss: Peng!

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Natürlich könnte ich Fin so leicht nach oben in die Wohnung locken wie einen Primaten in den Handstand. Aber dann hätte er mich just da, wo er mich haben möchte - bei Missachtung von Grundsatz Nr. 2: Das Kind ist kein dumpfer Dressuraffe, der für ein Stück Zucker ein Leben lang den Hampelmann macht. Bereits das zweite Kunststück kostet bei Kindern zwei Zucker, dann drei, dann vier... und im Teenageralter wirds richtig teuer. Also bleibe ich hinter der Tür sitzen und versuche die Frage zu ignorieren: Wer genau macht sich hier zum Affen?

Meist lohnt sich die Geduld. Denn auch Fin hat die Steine irgendwann gezählt, ist in den Nasengängen irgendwann auf Grund gestossen. Dann klopft er an die Tür und schreit: «Paaapiiii.» Und ich sitze da und geniesse den Triumph. Nur kurz, ein paar Sekunden. Still. Für mich allein - und warte auf folgenden Satz: «Okay, Papi, dann lade ich dich nicht ein zu meinem Geburtstag.» Dann denke ich mir: Lieber Fin, drohe nicht mit Sanktionen, die du später selber bereuen würdest. Denn es ist ja nicht so, dass der Papi nicht mal auf ein Geburtstagsfest verzichten würde. Man kann Wochenenden, man glaubts kaum, nämlich auch anders verbringen. Aber dazu ein andermal mehr.

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