Da steht drauf: das Hochzeitsdatum (Zürich, 27. 10. 2003) und die Geburtstage meiner beiden Kinder (Fin: 16. 11. 2003; Liv: 27. 9. 2007). Im Vergleich zur Ohr­marke hat das Armband den Vorteil, dass es nicht nur schöner aussieht als diese gelben Plastikplaketten, sondern die ­Daten auch jederzeit ablesbar sind – ohne mühsame Verrenkungen –, sollten mir diese «wichtigsten Daten» meines Lebens mal wieder entfallen sein. Was mir Rindvieh leider ­allzu häufig passiert. Insofern haben die ­erwähnten stupiden Huftiere und ich mehr gemeinsam, als mir lieb sein kann.

Um mich nicht unnötig zu blamieren – und aus Rücksicht auf das sensible emo­tionale Gleichgewicht von Ehefrauen in derlei Angelegenheiten –, habe ich mit den Jahren gelernt, mein Armband schnell und vor allem unauffällig zu konsultieren, sollten entsprechende Fragen an mich gerichtet werden. Und so blieb ich denn auch erstaunlich gelassen, als Sven Epiney mitten in der Quiz-Show «5 gegen 5» – ja, Mami, ich komm bald im Fernsehen, aber wann, sage ich nicht! – die Unverfrorenheit besass, mich aus heiterem Himmel auf mein Hochzeitsdatum anzusprechen. Spot an! Kamera läuft! Instinktiv ging mein Blick ­also Richtung Handgelenk – und ins Leere. Weil das Armband bei den Proben ins ­Mikrophon geklimpert hatte, war ich an­gewiesen worden, dieses in der Garderobe abzulegen… Ein echter Glücksfall.

Bei «Wer wird Millionär?» wäre mir in einer solchen Situation zumindest noch der Telefonjoker geblieben. Bei «5 gegen 5» zieht der nicht. Und so werde ich bald von Sven Epiney vor Hunderttausenden Fernseh­zuschauern – Ehefrau inklusive – gegrillt. «Ähm», meinte ich, faselte was von «schwierige Frage» und sagte dann in ­einer offensichtlich gespielten Souveränität, dass ich seit acht Jahren verheiratet sei. «Määäp!» – falsche Antwort.

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«Und, wie ist es gelaufen?», fragte meine Frau, als ich nach der TV-Aufzeichnung nach Hause kam. «Ganz gut», meinte ich. «Määäp!» – falsche Antwort.