Vielen Müttern und Vätern, die den Haushalt machen, ergeht es ähnlich: Sie stehen um halb zwölf vor dem Kühlschrank und haben keine Ahnung, was sie fürs Mittagessen kochen sollen. Also rasen sie noch schnell zum Supermarkt, um eine teure, geschmacklich nicht eben überzeugende Fertigpizza zu kaufen. Weil nicht geplant und entsprechend eingekauft wurde, fehlt zu allen einigermassen ausgewogenen Gerichten irgendeine Zutat, etwa der Käse zum Risotto oder der Rahm für die Spaghettisauce.

Kochen nach Menüplan hat etliche Vorteile. Sie sparen viel Zeit, wenn Sie nur einmal wöchentlich den Grosseinkauf erledigen müssen - das eine oder andere Frischprodukt können die Kinder ja zwischendurch auf dem Schulweg einkaufen und heimbringen. Ist das Haushaltsbudget knapp? Wer den Menüplan auf die aktuellen Sonderangebote im Einkaufsladen abstimmt und Vorräte anlegt, spart viel Geld. Auch wer allfällige Essensreste mit einplant, schont das Budget. Gibt es zum Beispiel am Montag Pasta und dazu eine Hackfleischsauce, können übrig gebliebene Nudeln für den Teigwarensalat am Dienstag verwendet werden.

Ein Menüplan muss jedoch geschickt auf die Agenda der Familienmitglieder abgestimmt werden. Wann stehen Termine wie Arzt- oder Schulbesuche auf dem Programm? Wie sind die Stundenpläne der Kinder? Wer um fünf vor zwölf ein Kind von der Schule abholen muss, schafft es unmöglich, pünktlich zum Essen um zwölf Uhr Spaghetti mit Sauce zu kochen. Geeignet sind an solchen Tagen hingegen Schmorgerichte, die problemlos eine gewisse Warmhaltezeit überstehen. Wenn bereits kurz nach dem Mittagessen ein Termin auf dem Programm steht, sind Gerichte, bei denen viel Abwasch anfällt und der Kochherd geputzt werden muss, nicht ideal. Gratins, Käseschnitten und Eintöpfe sind hinsichtlich Abwaschen viel praktischer als Fischstäbchen mit Salzkartoffeln und Spinat.

Beim Rasten rüsten

Ein Menüplan lohnt sich auch für frischgebackene Mütter. Säuglinge sind schlecht einzuschätzen, sie weinen genau vor dem Mittagessen und wollen gestillt oder herumgetragen werden. Mit einem Menüplan können Mamis die Schlafzeiten des Kindes zum Rüsten und Vorbereiten nutzen. Besonders geeignet sind Schmorgerichte, Suppen oder Gratins. Ungeeignet sind Schnellgerichte, die in letzter Minute zubereitet werden müssen, es sei denn, der Partner übernimmt das Baby, und Mama zaubert mit den - dank Menüplan - vorausschauend eingekauften Zutaten etwas Feines auf den Tisch. Oder sie stillt - und er kocht.

Quelle: Jupiterimages
Anzeige