• Für die Schüler in 25 Schweizer Kantonen ist seit Anfang August ein grosser Teil der Rechtschreibreform notenrelevant. Das heisst, dass in diesen Bereichen nur noch die neue Rechtschreibung als richtig gewertet wird.

  • An Berner Schulen sowie in der Kantons- und in der Bundesverwaltung wurde die definitive Einführung der neuen Rechtschreibung um ein Jahr verschoben. Dort wird gehofft, dass die strittigen Punkte bis zum nächsten Sommer geklärt sind und dann die gesamte neue Rechtschreibung auf einmal gültig gemacht werden kann.

  • Da die Reform nur für Schulen und Behörden verbindlich ist, darf der grosse Rest der Bevölkerung auch weiterhin jene Rechtschreibung anwenden, die ihm am besten passt. Diese Freiheit steht auch den Buch- und Presseverlagen zu. So hat zum Beispiel die NZZ-Gruppe im Jahr 2000 eigene Richtlinien geschaffen, die teilweise auf der alten und teilweise auf der neuen Rechtschreibung beruhen. Diogenes – der grösste Schweizer Buchverlag – druckt Bücher für Erwachsene weiterhin nach alter, Kinderbücher aber nach neuer Rechtschreibung. Der Beobachter hält sich – mit wenigen Ausnahmen – an die neue Rechtschreibung.