Das Opferhilfegesetz geht ursprünglich auf eine Initiative des Beobachters zurück. Es ist seit 1993 in Kraft und stützt sich auf drei Pfeiler:

  • Beratung der Opfer von Straftaten
  • Schutz der Opfer im Strafverfahren
  • finanzielle Leistungen für Opfer

Die Kantone geben rund 30 Millionen Franken pro Jahr für Beratungsstellen und Beiträge an die Opfer aus. Während die Entschädigung für alle materiellen Schäden unbestritten ist, gehen die Meinungen über das Schmerzensgeld weit auseinander. Mit der so genannten Genugtuung soll der seelische Schmerz der Opfer und ihrer Angehörigen gelindert werden. Der Staat springt erst ein, wenn beim Täter kein Geld zu holen ist. Gesamthaft bezahlen die Kantone pro Jahr rund sieben Millionen Franken an Schmerzensgeld.