• Setzen Sie sich schon in guten Zeiten mit dem Thema Trennung oder Scheidung auseinander und legen Sie frühzeitig fest, wie Sie das Kindswohl im Ernstfall garantieren wollen.
  • Informieren Sie Ihr Kind frühzeitig, ehrlich und gemeinsam mit dem anderen Elternteil über die bevorstehende Trennung oder Scheidung. Versichern Sie Ihrem Kind immer wieder, dass es am Konflikt der Eltern nicht schuld ist.
  • Erklären Sie Ihrem Kind nicht: «Mami und Papi haben sich früher sehr geliebt, jetzt aber nicht mehr.» Ein Kind kann das Verschwinden einer solchen Liebe frühestens verstehen, wenn es in der Pubertät ist. Seine Liebe ist zeitlich unbegrenzt und bedingungslos – unabhängig davon, wie gut die Eltern mit ihm umgehen.
  • Ermutigen Sie Ihr Kind, mit einer anderen Vertrauensperson über seine Sorgen und Ängste rund um die elterliche Trennung zu sprechen. Das kann eine Gotte oder ein Götti sein – aber auch die Lehrerin, wenn das Kind zu ihr ein gutes Verhältnis hat. Machen Sie das Kind auch auf Beratungsmöglichkeiten aufmerksam, bei denen es anonym bleiben kann, wenn es möchte.
  • Klären Sie ab, ob in Ihrer Region eine Gesprächsgruppe für Kinder nach Trennungssituationen angeboten wird. Solche Angebote sind in der Regel subventioniert und deshalb günstig. Der Verein Trialog zum Beispiel verlangt von den Eltern nur einen symbolischen «Zvieri-Beitrag».
  • Nutzen Sie Hilfsangebote von professionellen Stellen, falls sich Ihr Kind auffällig verhält, beispielsweise den kinderpsychologischen Dienst oder die Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Gemeinde. Hier kann Ihr Kind auch allfällige Wünsche, Ängste und Sorgen äussern.
  • Scheuen Sie auch die Kosten für eine Mediation nicht. Diese Investition zahlt sich langfristig aus.
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