Die 43-jährige Fabienne Karster (Name geändert) trennte sich im Herbst 2005 von ihrem Mann. Mit ihren zwei Kindern (damals sechs und acht) blieb sie in der Wohnung, der Mann zog zu seinen fast 80-jährigen Eltern. Nach einem Besuchswochenende brachte der Vater die ältere Tochter nicht zurück. Er legte eine superprovisorische Verfügung vor, die ihm die Obhut der einen Tochter erteilte. Die Verhandlung Anfang 2006 endete ohne Einigung, womit die beiden Geschwister weiterhin getrennt waren.

Der Vater sabotierte fortan laufend die mit der Vormundschaftsbehörde getroffenen Abmachungen über beaufsichtigte Treffen zwischen der älteren Tochter und der Mutter. Obschon der Mutter seit Juni 2006 per Verfügung ein 14-tägliches Besuchsrecht erteilt wurde, konnten sich Tochter und Mutter 2006 nur gerade fünf Mal sehen. Konsequenzen für den Vater hatte das keine. Im Dezember 2006 sprach das Bezirksgericht (erste Instanz) die Kinder der Mutter zu und verfügte die Unterhaltszahlung durch den Vater. Dieser rekurrierte, seither ist das Verfahren vor Obergericht hängig. Dass der Vater in ein Strafverfahren verwickelt ist, weil er den Behörden Vermögen verheimlichte, ist kein Anlass, die Sache voranzutreiben. 2007 konnte Fabienne Karster ihre ältere Tochter erst im September das erste Mal treffen, 2008 geht die Verhinderungstaktik des Vaters weiter.

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