Sie können auf dem Zivilstandsamt erklären, dass Sie Ihren Ledignamen wieder annehmen wollen. Dafür haben Sie ein Jahr Zeit – ab Rechtskraft des Scheidungsurteils.

Für einen Namenswechsel der Tochter hingegen müssen wichtige Gründe vorliegen. Den Entscheid darüber trifft die in Ihrem Wohnsitzkanton zuständige kantonale Behörde. Wann wichtige Gründe gegeben sind, wird unterschiedlich beurteilt.

Lehnt die Behörde das Gesuch ab, wird ein Weiterzug an höhere Instanzen zur Lotterie. So hat das Bundesgericht in einem ähnlichen Fall eine Namensänderung für die Kinder abgelehnt, weil es heute nicht mehr stigmatisierend sei, einen anderen Familiennamen zu führen als die Mutter.

Umgekehrt hat es einem Kind, das beim allein sorgeberechtigten Vater wohnte, die Annahme von dessen Namen bewilligt.

Am besten informieren Sie sich zuerst informell bei der zuständigen Stelle über die Chancen eines Antrags. So können Sie auch das Kostenrisiko einschätzen.