Das Image von Brot hat in den letzten Jahren gelitten. Es mache dick und enthalte ausserdem viele unerwünschte Zusatzstoffe wie Enzyme oder Mehlbehandlungsmittel.
Das gilt tatsächlich für viele Brote, aber nicht für alle. Brot, das den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen und rasch wieder absinken lässt, ist für den Familienalltag ungeeignet. Das ist beim Weissbrot ebenso der Fall wie beim Ruchbrot. Grosse Blutzuckerschwankungen wirken sich negativ auf die Leistungsfähigkeit aus. Und sie fördern das Risiko, dick zu werden. Nach dem Konsum von Vollkornbrot fühlt man sich dagegen lange wohl und ist leistungsfähig, der Blutzuckerspiegel bleibt im Lot. Diese positive Wirkung ist auf den hohen Anteil an Nahrungsfasern zurückzuführen. Sie stammen aus den äusseren Schalen und Häutchen des Getreidekorns, quellen im Magen auf und verlängern so das Sättigungsgefühl. Sie beugen Verstopfung vor, können vor Dickdarmkrebs schützen und den Blutcholesterinspiegel senken. Da die Fasern zum Quellen Flüssigkeit brauchen, sollte man genügend trinken.

Rund ums Brot
Mais-, Dinkel- oder Roggenbrot weist auf das verwendete Getreide hin und hat mit Vollkorn nichts zu tun. Vollkorn sind etwa das Walliser Roggenbrot oder ein Grahambrot.

Ein Vollkornbrot sollte weder bröckeln noch trocken sein. Das deutet auf zu schnelles Gehenlassen und zu viel Hefe hin.

Kinder unter drei sollten wegen erhöhten Allergierisikos keine Brote mit ganzen Körnern essen.

Vollkornbrot hat weitere Vorteile: Die Randschichten der Körner enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe, hochwertiges Eiweiss und wertvolle Fettsäuren. Besonders gesund ist der Weizenkeim. Er besitzt etwa fünfmal mehr B-Vitamine und etwa zehnmal mehr Vitamin E als Weiss- oder Ruchmehl, denen Keim und Randschichten fehlen. Ohne Vollkornprodukte lässt sich der Bedarf an B-Vitaminen schlecht decken. Da der Körper diese kaum speichern kann, müssen sie täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. Sie werden für die Nerven benötigt, ebenso für einen guten Schlaf, die Blutbildung und den Aufbau von Haut und Haaren.

Lustige Garnituren machen Appetit Doch wie macht man aus Kindern kleine Vollkornbrotliebhaber? Am wichtigsten ist, dass ihnen das Brot gut schmeckt. Es darf weder trocken noch bröckelig und hart sein. Wer selber bäckt, sollte sehr fein gemahlenes Mehl verwenden und den Teig mehrere Stunden lang aufgehen lassen. So wird das Brot besonders feucht und lange haltbar. Da Vollkorngetreide von der Farbe her für Kinder wenig anziehend wirkt, ist bei den Brotbelägen besondere Phantasie gefragt. Rote Tomaten, gelbes Ei, grüner Avocadoaufstrich und lustige Garnituren machen Vollkornbrotschnitten auch für Kinder appetitlich.

Die Kinder können sich gut an Vollkornbrot als tägliches Brot gewöhnen - vor allem wenn Mami und Papi mit gutem Beispiel vorangehen. Am Sonntag darfs dafür auch mal ein Butterzopf sein.

Quelle: Pixelquelle
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