Der Wunsch beziehungsweise die Forderung nach einem solchen Bundesamt ist aber nicht neu. Nationalrat Walter Donzé reichte beispielsweise 2002 eine Interpellation ein, die ein Bundesamt für Familienfragen fordert. Auch Nationalrätin Jacqueline Fehr reichte 2003 sowie im vergangenen Herbst eine Motion ein, die ein Bundesamt für Kinder, Jugendliche und Familien verlangt - der Erfolg blieb jedoch aus, und es bleibt beim Wunsch. Der Bundesrat sieht die Familienpolitik als eine Art Querschnittaufgabe, mit der sich auf Bundesebene verschiedene Stellen befassen. Er ist der Ansicht, dass den Anliegen der Motion durch die Arbeit verschiedener Bundesämter bereits jetzt weitgehend Rechnung getragen wird, insbesondere durch das Geschäftsfeld «Familie, Generationen und Gesellschaft» des Bundesamts für Sozialversicherungen. Die Schaffung eines eigenen Bundesamts für Familien erweist sich laut Bundesrat somit als nicht nötig.

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Wünsch dir was

Vor einigen Wochen rief der Beobachter seine Leser auf, familienpolitische Wünsche zu formulieren (siehe Artikel zum Thema «Familienminister Pascal Couchepin: ‹Ich war auch ein Rebell›»). Unzählige Zuschriften erreichten daraufhin die Redaktion. Der Beobachter leitete die «Wunschzettel» an die Eidgenössische Koordinationskommission für Familienfragen (EKFF) weiter. Eine Auswahl der Antworten erscheint, in loser Folge, in den nächsten Beobachter-Ausgaben.