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Das DingBärensicher und omafreundlich

Die Anziehungskraft von Abfall führt immer wieder zu Ärger zwischen Meister Petz und dem Menschen.

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Ein Fall rief vor Jahresfrist den WWF auf den Plan: Noch vor dem Abschuss des Problembären «JJ3» am 14. April 2008, einem rabenschwarzen Tag für Tierfreunde, hatte der WWF per Radioaufruf Firmen gesucht, die mithelfen sollten, bärensichere Abfalleimer zu entwickeln. In Marcel Strebel, dem Geschäftsführer der Firma Brüco Swiss in Rümlang, wurde ein Partner gefunden.

Strebel, ein Tüftler mit Leib und Seele, stellte hohe Ansprüche an das neue Produkt. Der Kübel mit dem Namen «Abfallhai bärenstark» sollte nicht nur bären-, sondern auch grossmuttersicher sein. Will heissen: Ein Bär soll den Kübel nicht öffnen können – Oma dagegen schon, um den Abfall zu entsorgen.

Den Bärentest im Natur- und Tierpark Goldau bestand der «Abfallhai» im vergangenen Juni mit Bravour. Seither wird der Kübel produziert und in den Schweizer Bärengebieten installiert. 2008 lieferte Brüco Swiss 30 Stück in den Kanton Graubünden, 70 weitere folgen dieses Jahr. Auch Italien hat Interesse angemeldet. Und schon steht der «Abfallhai bärenstark» vor dem Sprung über den Grossen Teich: In der Bärennation Alaska läuft derzeit eine Testphase mit den Brüco-Kübeln. «Trotzen unsere Behälter den Grizzlybär-
attacken», sagt Geschäftsführer Strebel, «dann liefern wir schon bald nach Übersee.»

Veröffentlicht am 29. April 2009