Wenn ein Unfall oder eine Krankheit Menschen aus ihrer Arbeit katapultiert, ist das ein harter Schlag. Erst recht, wenn sie danach noch jahrelang auf den Entscheid warten müssen, ob die Invalidenversicherung eine Rente oder eine Umschulung bezahlt. Oft bleibt nur noch der Gang zur Sozialhilfe, dies obwohl die IV Eingliederung vor Rente zum obersten Ziel erklärt hat.

So ergeht es einem 45-Jährigen, der vor 22 Jahren als Bahn-Angestellter beim Rangieren verunfallte und schwere Bein- und Rückenverletzungen erlitt. Oder einer 32-jährigen Metzgerin, die während ihrer Lehre beim Turnen verunfallte und zusätzlich an einer Autoimmunkrankheit leidet. Und so ergeht es auch einer 45-jährigen, die wegen einer schmerzhaften Krankheit nicht mehr als Coiffeuse arbeiten darf und vergeblich neue Arbeit sucht.

Das lange Warten auf den IV-Entscheid hat Gründe: Einerseits schieben die IV und andere Stellen ihre Klienten von Abklärung zu Abklärung, anderseits haben Gesuchsteller oft realitätsfremde Vorstellungen von ihren beruflichen Eignungen. 

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SRF 1: Sonntag, 27. September 2015, 18.15 Uhr

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