1. Home
  2. Geld
  3. Banken
  4. Bankendebakel: Macht die Krise die Banker brav?

BankendebakelMacht die Krise die Banker brav?

Die Banken haben ihr wichtigstes Kapital verspielt: unser Vertrauen. Jetzt wollen sie es zurückgewinnen – mit alten Männern und alten Rezepten. Wenn das nur gutgeht.

von

Nur Prostituierte und Vorbestrafte sind noch unbeliebter als Investmentbanker. Das hat das Meinungsforschungsinsti­tut Emnid im vergangenen November im Auftrag des «Playboy» he­raus­gefunden. Fünf Monate später stehen die Chancen gut, dass die Banker nun den letzten Platz der Beliebtheitsskala belegen.

Kein Wunder, die Bilanz nach bald zwei Jahren Finanzkrise ist verheerend: Die globalen Banken sind am Boden, das Welt­finanzsystem am Rande des Kollapses. Selbst Daueroptimisten dämmert es: Die Zeit der hemmungslosen Renditejagd, der wilden Boni-Gier, des zügellosen Milliarden­pokers der Hedge-Fonds-Herren ist vor­bei. Das unkontrollierte Verbriefen unkalkulierbarer Risikopapiere in vermeintlich supersichere Anlagen hat die Weltwirtschaft in Rekordzeit in den Abgrund gerissen.

«Wir stehen am Scheideweg», sagt Ex-Preisüberwacher Rudolf Strahm. Wie die Banken aus diesem Schlamassel herauskommen, sei im Moment kaum abschätzbar. «Wir stehen wahrscheinlich vor einer ähnlichen historischen Neuordnung der internationalen Finanz­archi­tektur und Bankenregulierung wie 1944 bei der Bretton-Woods-Konferenz», sagt der Sozialdemokrat. In Bretton Woods wurde die Basis für das Wirtschaftswunder der fünfziger und sechziger Jahre gelegt. Jetzt müsse man den Grundstein für eine bessere Zukunft setzen und das Finanzsystem sicherer machen. Der Weg dahin ist für Strahm klar: Man muss die Finanzindustrie härter anfassen. Banken müs­sen ihre Eigenmittel massiv erhöhen, kaum ­regulierte Bereiche wie Hedge-Fonds besser beaufsichtigt werden. Und es brauche eine stärkere Regulatorbehörde, fordert er.

Das birgt Zündstoff. Denn höhere Eigen­mittel wirken wie eine strenge Diät: Wer seine Geschäf-te mit genügend Kapital unterlegen muss, kann weniger Geschäfte machen. Mehr Eigen­kapital bedeutet also dünnere Renditen – und kleinere Grossban­ken. Das ist der Preis dafür, dass nicht wieder eine Grossbank in der nächsten Krise vom Staat aufgepäppelt werden muss. Macht die Krise die Banken also besser? Ja, sagt Strahm, die Grossbanken werden ein kleineres Risiko für die Schweiz darstellen.

Für ihn ist aber klar, dass auch wir Kunden Lehren aus der Krise ziehen müssen. Etwa bei der Wahl der Hausbank. Strahm rät: «Für Kunden ist es sicherer und besser, wenn sie nicht mit Banken zu tun haben, die das Investmentbanking pflegen.» Deren Verlustrisiken seien viel grösser. Und sie bedienen ihre Kunden mit Anlageempfehlungen, an denen vor allem sie gut verdienen. «Banken ohne eigene Investment-Abteilungen sind meist neutraler», so Strahm.

Jean-Pierre Roth, Präsident der Nationalbank

«Die heutige Krise ist global, aber nicht durch die Globa­lisierung ausgelöst. Vielmehr ist sie das Resultat eines Disziplinmangels in den Industrienationen. Von Finanz­institutionen wurden die Risiken nicht krisengeprüfter Anlagen unterschätzt, und viele Geschäftsban­ken verhielten sich prozyklisch, was zum Teil auf schlecht konzipierte Anreizstrukturen zurückzuführen war.»

Zurück zu den alten Tugenden

Auch Teodoro Cocca, Professor für Vermögensverwaltung an der Universität Linz und profunder Kenner der Schweizer Privatbankenszene, warnt vor voreiligen Schlüssen, aber aus anderen Gründen: «In der jetzigen Situa­tion sagen zu wollen, in welche Richtung der Bankenplatz Schweiz geht und was das Zukunftsmodell einer erfolgreichen Bank ist, wäre vermessen. Wir stecken mitten in einem Veränderungsprozess. Oberstes Ziel der Banken ist momentan, durch diese Zeiten zu kommen, ohne unterzugehen.»

Trotzdem ist für Cocca schon jetzt klar: Die Branche muss umdenken. «Diese ­Krise, in der unser Finanzplatz gleich zweimal in kürzester Zeit existentiell bedroht wurde, geht an die Substanz der Branche. Sie stellt das Selbstverständnis der Banker grundsätzlich in Frage.» Der bekennende Marktwirtschaftler fordert nichts weniger als den Bruch mit der «Alles geht»-Ideologie der letzten Jahre. «Wir müssen zurück zum bodenständigen Banking. Nur der tugendhafte Banker, der das Geld seiner Kunden wie sein eigenes verwaltet, hat Zukunft.»

Ist es nicht naiv, die Haie der Weltwirtschaft aufzufordern, etwas weniger kräftig zuzubeissen? «Nein», sagt er. «Die Banken können gar nicht anders: Sie müssen alles tun, um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.» Spätestens seit die UBS ihre Unschuld verloren hat und geschützte Kunden­daten an die US-Steuerbehörde weiter­geben musste, ziehe bei der Kundschaft das Argument nicht mehr, dass eine Bank bloss diskret sein müsse. Macht die Krise die Banken also besser? Wenn sie die alten Tugen­den wiederentdecken, dann ja, sagt Teodoro Cocca.

Marktstudien, die Privatbanken wohlweislich unter Verschluss halten, stützen seine Forderung. «Die Kunden suchen wieder konservative Werte, wollen Banken und Banker, die Überzeugungen haben. Sie haben genug von all den undurchsichtigen und kaum verständlichen Finanzkonstrukten. Heute verlangen sie klare, leicht­ver­ständ­­liche, transparente Produkte – zum Beispiel Obligationen. Und Anlagen, die auch ethisch Sinn machen», heisst es bei einer grossen Privatbank. Den Vermögensverwaltern bleibt gar nichts anderes übrig. Opportunistisch müssen sie sich den Wünschen der superreichen Kundschaft beugen, weil die ihnen sonst davonläuft.

Franz Jaeger, Ökonom

«Die meisten Schweizer Banken geschäften solide. Bei Grossbanken aber muss sich punkto Geschäfts­modell und in der Einstellung vieles ändern: Sie dürfen hinsichtlich Grösse sowie ihrer Geld- und Kreditmarktvernetzung kein volkswirtschaftliches Risiko mehr sein, man muss sich vom Offshore-Geschäft verabschieden, und der Staat sollte bei Boni Spielregeln setzen.»

Die verfänglichen Vehikel

Die Krise hat auch brutal aufgezeigt, dass viele der neuen Anlageinstrumente ungefähr so erdbebensicher waren wie ein Kartenhaus. Vier Beispiele:

  1. Absolute-Return-Fonds. Die Idee war so einfach wie verlockend: Sie sollten auch in Baisse-Zeiten Gewinne abwerfen. Nur: 2008 ­haben 54 der 57 in der Schweiz zuge­las­senen Fonds im Schnitt 17 Prozent verloren. UBS und CS muss­ten ihre Absolute-Return-Fonds, die vor ein paar Jahren der grosse Renner gewesen waren, schliessen. Die Rendite war mies, die Ri­siken zu gross, die Anlagegelder weggeschmolzen. Den Schaden tragen die Kunden.
  2. Strukturierte Produkte. Sie waren das Zugpferd des letzten Booms, aber auch die Spitzenreiter unter den undurchsichtigen Gebührenschluckern – und deshalb die Lieblinge der Bankberater. Die Krise hat de­n Mythos demontiert, dass Anleger ohne viel Risiko hohe Renditen einstreichen könnten. Die Statistiken der Schweizer ­Bör­se zeigen, dass ein Umdenken statt­gefunden hat: 2008 wurden 20 Prozent weniger «Strukis» gehandelt als 2007. Dieses Jahr hat sich die Talfahrt noch beschleunigt: Im Januar knickte der Umsatz um 54 Prozent ein, im Februar um 49 Prozent.
  3. Lehman-Zertifikate. Diese strukturierten Produkte wurden mit dem Gütesiegel «Kapitalschutz» versehen und den auf grösste Sicherheit bedachten Kunden verkauft. Der Slogan «So sicher wie ein Bankbüechli, aber mit mehr Rendite» verfing. Der Kollaps der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers hat gezeigt, was die Versprechungen wert waren. Die Papiere sind ­heute praktisch wertlos. Viele Banken – allen voran die CS – schleichen sich aus der Verantwortung. Die hohen Gebühren haben sie längst kassiert.
  4. Hedge-Fonds. Ihr Nimbus, in jeder Börsenlage Geld zu bringen, ist arg verblasst. Hedge-Fonds haben in den letzten zwei Jahren so schlecht rentiert wie nie zuvor. Spätestens seitdem Bernard Madoffs 50-Milliarden-Schneeballsystem aufgeflogen ist, ist das Image der Branche ramponiert. Seriöse Dachfonds hatten der Gewinn­maschine Madoff blind vertraut und alle Warn­signale in den Wind geschlagen. Den Schaden trägt die Kundschaft von Privatbanken aber nicht alleine. Sie ist zu vermögend, um leichtfertig verprellt zu werden. Deshalb übernimmt zum Beispiel die Genfer Privatbank UBP den halben Schaden.


Diese vier Anlagevehikel haben eines gemeinsam: Sie verschlingen Gebühren, wie Wölfe Schafe reissen. Die Idee ­dahinter: Man verschiebe Gelder von einfachen in komplexere Anlagen, für die der Kunde höhere Gebühren zahlt. Statt ein Sparkonto ein Absolute-Return-Fonds oder ein kapitalgeschütztes Zertifikat, statt Aktien

(-fonds) teure strukturierte Produkte, statt bloss Aktien, Immobilien und Obligationen noch einen Hedge-Fonds ins Depot.

Ulrich Thielemann, Vizedirektor Institut für Wirtschaftsethik St. Gallen

«In der schwierigen Situation eines vollkommen aufgeblasenen Banking besteht die Verantwortung der Banken vor allem darin, ihr Geschäft kontrolliert runterzufahren und die global notwendige Regulierung zu unterstützen. Dazu gehört auch, sich von der Kultur der Gier zu verabschieden, die durch Bonussysteme angetrieben wurde. Die Banken müssen wieder zu verlässlichen Partnern der Realwirtschaft werden, statt dass sie Blasenkapital aufbauen, für dessen Abbau dann der Steuerzahler aufkommen muss.»

Die Übertreibungen zurückwünschen

Der Erfolg dieses Konzepts hat einen Namen: Oswald Grübel. Der neue UBS-Cheflenker hatte die Credit Suisse unter anderem mit dieser Strategie aus ihrer letzten Krise geführt. Sein Rezept wurde von der ganzen Branche kopiert und verfeinert. Der gleiche Grübel sagt heute: «Die Zeit der Über­treibungen ist vorbei. Wir werden uns aber noch wünschen, dass diese Zeit wie­der­kommt, weil alle davon profitierten.» Das klingt uneinsichtig. Doch je länger die Krise dauert, desto eher können selbst Kritiker des Bonus-Monopoly dem trotzigen Satz Grübels etwas abgewinnen. Und je schärfer die Rezession, desto tiefer die Einschnitte – insbesondere für Banken. Ihre Bedeutung – dafür muss man kein Prophet sein – wird schrumpfen.

Im Moment geht es ums nackte Über­leben. Deshalb macht man, was man in einer Krise immer macht: Man zieht sich auf das Kerngeschäft zurück. Das kennt man, dem vertraut man. Dieser Logik folgend, holt man die alten Manager aus der Rente zurück. Sie sollen die Überbleibsel des maroden Systems wegkehren, das sie einst entworfen haben. Die erste Folge dieser Rückbesinnung: Das Renten­alter 65 ist ausser Kraft – zumindest in den Chefetagen der beiden Schweizer Bankenkolosse.

Simonetta Sommaruga, Ständerätin SP Bern

«Erstens müssen sich Banken in Sachen Transparenz massiv verbessern: Die Kunden sollen wissen, was sie kaufen, die Berater müssen ihre Provisionen offenlegen, und nebst den Renditen gehören auch die gesamten Kosten auf den Tisch. Zweitens braucht es für die Banken klare Vorschriften über die maximale Verschuldung, um zu verhindern, dass Banken ihre Risiken auf den Staat abwälzen. Drittens müssten sich die Banken für eine starke und unabhängige Aufsicht einsetzen, in der auch Kleinanleger ver­treten sind. Das ist in ihrem Interesse. Bisher haben sie sich stets dagegen gewehrt.»

Harte Regulation als falsche Sicherheit

Zweifel, dass es zu einem radikalen Bruch mit der Vergangenheit kommen wird, hat auch Manuel Ammann, Finanzprofessor an der Uni St. Gallen. «Die Banken werden sich – trotz der Schwere der Krise – nicht fundamental neu ausrichten. Denn Bankgeschäfte werden im Grundsatz die gleichen bleiben wie bisher.» Aber: «Kurzfristig werden sie bestimmt vorsichtiger agieren und eine gewisse Zeit lang versuchen, die alten Fehler nicht zu wiederholen.» Das gelte für alle Bereiche, auch für die Anlageprodukte der Banken: «Was sich nicht bewährt hat, verschwindet», sagt er. Und werde durch die nächste Produktegenera­tion ersetzt – in einem ständigen Prozess der produktiven Zerstörung. Ammann zweifelt deshalb, ob eine harte Regulation die Finanzprodukte sicherer macht. Es bestehe gar die Gefahr, dass man so bei den Anlegern ein falsches Sicherheitsgefühl erzeuge. «Wenn man ­etwas aus dieser Krise lernen muss, dann das: Jeder Einzelne muss seine Anlagen verstehen und überprüfen.» Macht die Krise die Banken sicherer für die Kunden? Nur wenn sie den Banken nicht blind vertrauen, sagt Manuel Ammann.

Am stärksten verändern werde die Krise die beiden Grossbanken. Davon ist auch Hans Geiger, vormals Professor für Bankwesen an der Universität Zürich und 26 Jahre in Diensten der CS, überzeugt. Denn: «Die beiden sind zu gross für die Schweiz. Das müssen und werden die Na­tionalbank und die Finanzmarktaufsicht korrigieren.» Das Risiko eines Scheiterns könne die Schweizer Volkswirtschaft nicht tragen.

Die Konsequenzen sind dramatisch: «UBS und CS müssen weg vom alten Investmentbanking, das sie zu riesigen Investitionsmaschinen gemacht hat. Sie müssen sich auf das Vermögensverwaltungs­eschäft konzentrieren, die klassische Stärke des Schweizer Finanzplatzes.» Das heisst auch: Tausende arbeitslose Investment­banker in New York und London. Macht die Krise die Banken also besser? Zumindest weniger gefährlich für die Schweizer Volkswirtschaft, sagt Geiger.

Rudolf Strahm, Bankenkritiker und Ex-Preisüberwacher

«Wir stehen vermutlich vor einer ähnlichen histori­schen Neuordnung der internationalen Finanzarchitektur und Bankenregulierung wie 1944 bei der Bretton-Woods-Kon­­ferenz, zu der die Schweiz nicht eingeladen war. Entscheidend für die Sicherheit sind eine massive Er­hö­hung der Eigenmittel aller Finanzmarktinstitutionen inklusive Hedge-Fonds und eine stärkere Regulatorbehörde.»

Grossbanken: Kleiner nur auf Zeit

Nur ein «Zurück zu den Wurzeln» ist dem Experten Teodoro Cocca zu wenig. Er fordert den Aufbruch in die Zukunft: «Die Schweiz muss aus ihrer Angsthaltung he­raus­kommen und endlich neue Ideen für den Finanzplatz entwickeln.» Es möge vielleicht etwas verrückt klingen, aber: «Die Schweiz eignet sich fast ideal als Standort für eine neue globale Banken­auf­sicht, für neue Think-Tanks, für eine neue weltweite Börse.»

Und was meinen die Architekten der Auslandexpansion der Schweizer Grossbanken? CS-Ehrenpräsident Rainer E. Gut äussert sich nicht. Seit dem Erscheinen seiner Biographie im Herbst 2007 gibt er keine Interviews mehr. «Leider möchte ich auch jetzt keine Ausnahme machen», liess er den Beobachter wissen.

Sein grosser Kontrahent, UBS-Ehrenpräsident Nikolaus Senn, eben zurück von einer Reise in die Antarktis, hält dagegen sein Fähnchen im Sturm wacker aufrecht. Trotzig sagt er: «Tumms Züüg! Das Schweizer Bankwesen wird keinen grossen Schaden nehmen. Klar werden die Grossbanken kleiner werden, aber nur auf Zeit.» Ersetzen könne man sie nicht. Und Banking bleibe ja schliesslich Banking. Der 82-Jährige glaubt auch nicht, dass nach dem Fall des alten Bankgeheimnisses viel Geld aus der Schweiz abfliessen werde, biete sie der internationalen Klientel doch weiterhin drei grosse Vorteile: politische Stabilität, Rechtssicherheit und eine stabile Währung. «Im Moment herrscht Panik, hauptsächlich geschürt von den Medien», sagt Senn. Dabei sei das Problem mit den US-Schrotthypotheken zumindest für die UBS praktisch gelöst. Und mit der OECD-ange­passten Lösung für das Bankgeheimnis sei die Schweiz auf dem bestmöglichen Weg.

Die Lage sei für den Finanzplatz Schweiz zwar noch ernst, aber es werde zu schwarz gemalt, meint Senn. «Zu solchen Extremübungen wie in London und New York, wo die Banken zum Teil verstaatlicht wurden, waren wir hier jedenfalls nicht gezwungen.» Senn bleibt in dunkelster Nacht Optimist: «Im Moment glaubt es zwar niemand, aber die Schweiz könnte nach dem Abflauen der Krise der Profiteur des Aufschwungs werden.» Die Situation werde sich wieder beruhigen. Die Frage sei nur, wann. «Ich halte es sogar für möglich, dass diese Krise ähnlich panikartig zu Ende geht, wie sie angefangen hat – unerwartet und relativ rasch.»

So viel Zuversicht ist an der Zürcher Bahnhofstrasse selten geworden, obwohl man in den letzten Wochen mit verbalen Gegenattacken gegen den deutschen Finanzminister Peer Steinbrück wieder etwas Selbstbewusstsein getankt hat.

Konrad Hummler, Teilhaber Privatbank Wegelin

«Kapazitätsreduktionen im ganzen Sektor sind unumgänglich; nach unseren Schätzungen um 30 bis 50 Prozent. Statt­dessen wur­den die Struk­turen mit öffentlichen Mitteln um jeden Preis erhalten. Die Krise ist nach wie vor im Gange, weil die unattraktive Arbeit der Sanierung und der kreativen Zerstörung nur sehr zögerlich vonstatten gegangen ist.»

Veröffentlicht am 31. März 2009