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MaestroKartenleser verrechnet Auslandsgebühr

Praktisch: Kartenleser fürs Bezahlen mit mobilen Geräten. Nur in dem bestimmten Fall wurde fälschlicherweise eine Auslandsgebühr verrechnet.

Wer im Mai in Schweizer Kleingeschäften über ein mobiles Lesegerät bezahlt hat, könnte bei der Bankabrechnung eine irrtümlich verrechnete Auslandsgebühr finden.

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Wer im letzten Monat mit seiner Maestro-Karte (früher EC) gezahlt hat, schaut sich seine Bankabrechnung besser genau an: Vielleicht ist ihm dafür fälschlicherweise ein Auslandszuschlag von CHF 1.50 verrechnet worden – obwohl er die Karte nur in der Schweiz eingesetzt hat. Der Fehler tritt ausschliesslich bei Zahlungen in kleinen Läden auf, die eine neue Technologie einsetzen: einen mobilen Kartenleser als Aufsatz zu einem Mobiltelefon oder Tablet. Derzeit sind laut der Anbieterfirma SumUp «mehrere hundert» solcher Kartenleser im Einsatz. Potenziell betroffen seien maximal «mehrere tausend» Transak­tionen, so die Herstellerfirma.

Die Panne sei aufgrund eines menschlichen Fehlers bei jener Firma passiert, die die Zahlungen technisch abwickelt, sagt SumUp-Chef Jan Deepen. Seit der Lancierung ihres Kartenlesers in der Schweiz im Mai bis zum 4. Juni seien nahezu alle Käufe mittels Maestro-Karte als Auslandszahlungen markiert worden. SumUp merkte den Fehler erst, als ein aufmerksamer Kunde seinen Bankauszug kontrollierte, sich beim Händler beschwerte und dieser den Hersteller informierte. Laut Sum­Up sollte betroffenen Endkunden der zu Unrecht erhobene Zuschlag automatisch zurückerstattet werden. Klappt das nicht, können sie sich beim Laden melden.

Veröffentlicht am 06. Juni 2014