1. Bedürfnisabklärung

Überlegen Sie sich vor dem Kauf, was Sie mit dem neuen alten Computer in den nächsten zwei Jahren anstellen wollen und welche Anschlüsse (USB, Firewire, Netzwerk) Sie benötigen, denn aufrüsten lohnt sich in der Regel nicht. Falls bestimmte Programme oder Geräte verwendet werden müssen, sollten Sie deren Mindest-Systemvoraussetzungen beachten; für zügiges Arbeiten muss die Hardware deutlich mehr bieten, als dort verlangt wird.

2. Realistischer Testlauf

20 Minuten Zeit sollte man sich mindestens nehmen; manche Macken treten aber erst nach ein paar Stunden Betrieb auf.

  • Ein Stresstest ist das Öffnen vieler Programme und der Wechsel zwischen deren Fenstern.

  • Programme, die beim Arbeiten benutzt werden müssen, wenn nötig installieren.

  • Laut sirrende Festplatten und Lüfter zeugen vom baldigen Ableben oder nerven später bei der Arbeit.

  • Bei Laptops Batterie-Restlaufzeit vor und nach dem (kabellos durchgeführten) Test vergleichen.

  • Allfällige Schwachpunkte des Rechners im Internet recherchieren.


3. Hardwaredokumentation und Treiber

Eine komplette Dokumentation der Hardware (CPU, Motherboard, Festplatte, Grafik-, Netzwerk- und andere Karten, Laufwerke und so weiter) erleichtert das Leben bei Problemen. Achten Sie darauf, dass alle Treiber für das Gerät und die Erweiterungskarten auf Diskette oder CD vorhanden sind, da diese nach einer Neuinstallation des Betriebssystems möglicherweise nicht mehr beschafft werden können. Dies gilt insbesondere für gebrauchte Billig-PCs mit No-Name-Komponenten.

4. Softwarelizenzen

Für mitgelieferte Betriebssysteme und andere Software müssen Lizenzpapiere und Originalmedien mitgeliefert werden. Dies stellt sicher, dass man keine illegalen Raubkopien verwendet, und ermöglicht eine Neuinstallation oder Aktualisierung mit kostengünstigen Upgrades.

5. Quittung mit Garantie oder Rückgaberecht

Auf der Kaufquittung sollten der Computer, seine Komponenten und mitgelieferte Software detailliert beschrieben sein. Lassen Sie sich mündliche Zusicherungen schriftlich bestätigen. Dies verkleinert den Spielraum für Ausreden des Verkäufers bei Beanstandungen. Eine Garantie (zum Beispiel drei Monate) erhalten Sie meist nur von PC-Händlern. Handeln Sie ein Rückgaberecht aus. Nach Erhalt sollten Sie den Computer rasch auf Herz und Nieren prüfen – damit Sie sofort Mängelrüge machen können.