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GeldWas passiert mit dem alten Zwanziger?

Wenn die neue 20er-Note kommt, dann landet die alte früher oder später im Schredder. Bild: Schweizerische Nationalbank SNB

Seit dem 17. Mai 2017 ist die neue 20er-Note offiziell im Umlauf. Doch was passiert eigentlich mit den alten Scheinen?

von Reto Stauffacheraktualisiert am 2017 M05 18

Die neue Note trägt weiterhin die Grundfarbe Rot, und als Motive sind eine Leinwand des Filmfestivals Locarno, Schmetterlinge und ein Globus abgebildet. Die gesamte neue Serie stehe unter dem Thema «Die vielseitige Schweiz», teilte die Schweizerische Nationalbank SNB bei der Notenpräsentation mit. Die 20er-Note symbolisiere «die kreative Seite der Schweiz» und illustriere die Schweiz «als Kulturschauplatz und als Ort für kulturelles und künstlerisches Schaffen in verschiedensten Bereichen». Hauptelement der Note sei das Licht.

Bis auf Weiteres kann sowohl mit der neuen wie auch mit der alten 20er-Note bezahlt werden. Auch die alte 50er-Note, die schon vor Jahresfrist ersetzt worden ist, ist noch für einige Zeit gültig. Erst wenn alle Noten der neuen Serie im Umlauf sind, wird die Notenbank einen Rückruf der alten Geldscheine ankündigen. Dann werden die bisherigen Noten nicht mehr als Zahlungsmittel gültig sein, können aber bei der SNB umgetauscht werden. Die Einführung aller neuen Schweizer Banknoten wird bis 2019 dauern. Als Nächstes ist die gelbe 10er-Note an der Reihe.

Alte Noten werden sukzessive ersetzt

Trotzdem wird die SNB die alten 20er-Noten sukzessive durch die neuen ersetzen. Denn irgendwann landet im Rahmen des Geldzyklus jede gebrauchte Note bei der Nationalbank. Diese überprüft jede Note, die bei ihr ankommt, mit einem Sortierautomaten auf ihre Echtheit und ihren Zustand. «Echte Noten in gutem Zustand werden wieder in Umlauf gesetzt. Als echt erkannte aber beschädigte und verschmutzte Noten werden automatisch durch einen Schredder vernichtet – diese landen anschliessend zerstückelt im Kehricht. Noten, welche der Sortierautomat nicht einwandfrei als echt erkennt, werden ausgeschieden und manuell nachkontrolliert. Gefälschte Noten werden der Polizei übergeben», erklärt die Nationalbank auf ihrer Internetseite ihre Praxis.

Die durchschnittliche Lebensdauer kleiner Noten bis 100 Franken beträgt zwei bis fünf Jahre, eine 1000er-Note dagegen befindet sich im Schnitt mehr als 25 Jahre in Gebrauch.

So viele Banknoten wie noch nie

Grundsätzlich sind immer mehr Noten im Umlauf – und dies, obwohl wir immer häufiger mit der Kreditkarte bezahlen. Im Durchschnitt waren im Jahr 2016 mehr als 425 Millionen Noten auf dem Markt – mit einem Gesamtwert von mehr als 72 Milliarden Franken. Am häufigsten kommt die 100er-Note vor, gefolgt von der 20er- und der 10er-Note.