So jedenfalls erinnert sich eine Bewerberin. Der vertrauenheischende Anstrich wird noch unterstützt durch einen Beobachter-Artikel zum Thema Geldanlagen auf der Homepage von Swiss Finance Consulting. Auf derselben Website wird allerdings auch eine Vermögensverwaltung mit «unglaublicher Performance» versprochen.

3,8 Millionen Franken sind futsch
Firmenchef Schmutz ist ein alter Bekannter, über den der Beobachter mehrmals berichtet hat. Letztmals vor vier Jahren, als er mit der Versicherungsmaklerin ITE AG grossen finanziellen Flurschaden hinterliess: Das Konkursamt Hochdorf LU stellte schliesslich Verlustscheine über 3,8 Millionen Franken aus. Gläubiger sind vor allem ehemalige Mitarbeiter, aber auch die Sozialversicherungen. Zuvor hatte sich die ITE AG, deren Chef auf ganz grossem Fuss lebte, in Monte Carlo eine Firmenfeier für rund eine halbe Million Franken geleistet. Juristisch könne man ihm nichts vorwerfen, erklärt Schmutz: «Ich sende Ihnen meinen Strafregisterauszug.»

Die Schmutz-Masche ist immer dieselbe: Er sucht willige Verkäufer, die auf Teufel komm raus Versicherungs- und Finanzprodukte verkaufen. Wer Umsätze bolzt, steigt rasch zum «Team-» oder «Salesmanager» auf und sichert sich einen grösseren Anteil der Provisionszahlungen - bis das System kollabiert. So stürzte das ITE-Kartenhaus schliesslich ein, weil die Stornoquote der Verträge extrem hoch war und Provisionen an die Versicherer zurückgezahlt werden mussten.

Das Nachsehen haben auch die Angestellten der «grundsoliden Firma»: Um sie an sich zu binden, verkauft Schmutz ihnen jeweils «Inhaber-Partizipationsscheine», so auch bei Swiss Finance Consulting. Bei einem Konkurs sind diese faktisch wertlos.

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