In der Schweiz wurden lange Zeit alle Zinsen für 360 Tage pro Jahr ausgerechnet. Bei den Sparzinsen ist das noch immer üblich. Leider ist in den letzten Jahren die Mehrzahl der Banken bei Festhypotheken zur sogenannten internationalen Zinsusanz übergegangen. Hier wird für die Zinsberechnung mit 365 respektive im Schaltjahr 366 Tagen kalkuliert. Dadurch steigt die Zinsbelastung. Die Banken begründen diese Praxisänderung damit, dass sie die Hypotheken immer weniger mit Spargeldern finanzieren, sondern dass sie auf dem internationalen Kapitalmarkt Geld aufnehmen müssten.

Ihre Bank hat dies im Hypothekarvertrag mit Ihnen so vereinbart, deshalb ist Ihre Abrechnung korrekt. Leider hat man Sie nicht speziell auf diese Regelung aufmerksam gemacht. Da es immer noch Banken gibt, die den Zins nur für 360 Tage belasten und halbjährlich statt vierteljährlich einfordern, sollten Sie bei der nächsten Erneuerung auch auf diese Faktoren achten.