Von sich aus wäre Beatrice Waber aus Volketswil ZH nicht darauf gekommen, dass es Zahnbehandlungen gibt, die über die Grundversicherung der Krankenkasse gedeckt sind. Ihr Zahnarzt war jedoch überzeugt, dass die Notfalloperation eines entzündeten Weisheitszahns versichert ist. Grund: Auslöser der Schmerzen war eine Entzündung unter dem Zahn, hervorgerufen durch eine Zyste.

Die Krankenkasse Helsana war anderer Meinung: Als Waber die Rechnung einschickte, lehnte der Versicherer jegliche Kostenbeteiligung ab - mit der Begründung, dass es sich laut Krankenversicherungsgesetz nicht um eine Pflichtleistung handle. Obwohl Beatrice Waber nicht sicher war, ob ihr Zahnarzt Recht hatte, liess sie nicht locker. Zusammen mit ihrem Partner Urs Ambauen wandte sie sich ans Beratungszentrum des Beobachters. Dort erhielt sie den Rat, eine Verfügung über die Ablehnung zu verlangen und dagegen Einsprache zu erheben.

Das Vorgehen zeigte Wirkung: Die Helsana änderte ihre Meinung und erklärte, dass die Zahnbehandlung teilweise durch die Grundversicherung gedeckt sei; von den Kosten über 1330 Franken bezahlte die Kasse immerhin 850 Franken. «Es hat mich ausserordentlich gefreut, dass ich mich erfolgreich zur Wehr gesetzt habe», sagt Waber. Ihre Freude ist nicht nur wegen des Geldes gross: «Sich in einer solchen Situation nicht unterkriegen zu lassen, um zu seinem Recht zu kommen, lohnt sich.»

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