Dagegen wehren sich fünf Stiftungsräte, die Frick einstimmig gewählt haben, aber noch immer Zäch verpflichtet sind. Sie haben bei der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht Fricks Absetzung verlangt. Diese suspendierte aber nicht Frick, sondern drei Zäch-treue Stiftungsräte. Ob sie definitiv abgesetzt sind, entscheidet die Stiftungsaufsicht Ende Januar.

Beobachter: Was lief in der Paraplegikerstiftung schlecht unter Guido A. Zäch?
Bruno Frick: Wer als Stiftungsrat seinen Willen erfüllte, war genehm. Alle anderen haben den Stiftungsrat nach einiger Zeit verlassen. So kann man keine Stiftung korrekt und sauber führen. Aber genau das sind wir den Behinderten und den Gönnern schuldig.

Beobachter: Was war denn bisher unsauber?
Frick: Die Stiftung deckte zum Beispiel regelmässig die Defizite zweier unrentabler Hotels von Guido Zächs Verwandten. Das eine führt sein Neffe, das andere seine Schwiegermutter. Mehrere hunderttausend Franken wurden jedes Jahr unter dem Titel «vergünstigte Ferien für Behinderte» bezahlt. Das geht nicht.

Beobachter: Was ist schlecht an günstigen Ferien für Behinderte?
Frick: Wenn eine Stiftung nur Hotels unterstützt, die von Verwandten des Gründers geführt werden, ist grosse Vorsicht angezeigt. Zudem wurden diese Beiträge teilweise pauschal abgerechnet. Da muss man genau hinschauen, ob alles korrekt ablief.

Beobachter: Das Geld der Gönner der Stiftung ging also jahrelang an Zäch und seine Gefolgschaft?
Frick: Nein. So absolut kann man das nicht sagen. Guido Zäch hat ein grossartiges Werk geschaffen, aber auch Fehler gemacht. Diese gilt es zu korrigieren. Dafür braucht es ein Umdenken im Stiftungsrat und ein Machtwort der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht.