Erich Lützenberger aus Langenthal BE und seine Lebenspartnerin möchten ihr Vorsorgekapital sicher anlegen und vertrauen dem Versicherungsberater der «Zürich» in Bern.

Die Renditeerwartungen von bis zu sieben Prozent scheinen realistisch.

Ein Jahr später ist das investierte Kapital von 500'000 Franken auf 370'000 Franken geschmolzen. Die «Zürich» legte das Geld in zwei Aktienfonds an, die Verluste schrieben. «Wir sprachen aber nie über Aktienfonds», empört sich Lützenberger. Anderer Meinung ist der Berater: Er beruft sich auf den unterzeichneten Vermögensverwaltungsauftrag. Die «Zürich» hatte dem Kunden beim Abschluss schriftlich bestätigt, dass sein Geld unter grösstmöglichem Kapitalerhalt angelegt werde. Dafür sind Aktienfonds wenig geeignet, weil sie grossen Kursschwankungen unterliegen.

Auch Verena Merkle, Lebenspartnerin von Erich Lützenberger, übertrug ihr Vorsorgekapital auf die «Zürich». «Muss ich mich tatsächlich mit dem Kapitalrückgang abfinden?», fragte die IV-Rentnerin beim Beobachter-Beratungszentrum nach.

Zum Glück nicht. Der Beobachter verhandelte erfolgreich mit der «Zürich»: Sie zahlt Erich Lützenberger 60'000 Franken zurück und übernimmt zusätzlich den vollen Verlustbetrag seiner Lebenspartnerin.