Der Beratungsverein Inca hatte sich dagegen gewehrt, italienische Rentner zu entschädigen, die vom Zürcher Inca-Büroleiter um ihr Alterskapital betrogen worden waren. Acht Betroffene forderten ihre Pensionskassengelder zurück. Sie hatten sich an die Anlaufstelle Inca einer italienischen Gewerkschaft gewandt, um Hilfe bei sozialrechtlichen Fragen zu erhalten. Deren Berater fälschte Auszahlungsbegehren und schaufelte mehrere Millionen auf sein Konto.

Jetzt wies das Bundesgericht die Beschwerden von Inca in den acht Fällen kurzerhand als unbegründet ab und bestätigte damit die Urteile des Zürcher Obergerichts. Demnach muss das Inca-Büro als Ex-Arbeit­geber des Beraters für den Schaden aufkommen.

Beratungsstelle ist pleite

Doch die Betroffenen müssen weiter auf ihr Geld warten. Denn Inca ist pleite. Bereits nach dem Urteil des Obergerichts liess Anwalt Fabrizio Campanile, der meh­rere Opfer vertritt, die Inca-Konten blockieren. Bald dürfte das Konkursverfahren eingeleitet werden. Denn Inca gibt an, selber über keine Mittel zu verfügen. Ob die Muttergesellschaft in Italien für den Schaden aufkommt, steht in den Sternen – nur schon die acht Fälle summieren sich auf über eine Million Franken.