Schnäppchenpreise gibt es bei der Post bald nur noch für Jugendliche. Alle anderen Kontoinhaber hingegen bittet die Post ab Juni mit massiv höheren Gebühren zur Kasse. Neu kostet das Online-Banking 24 Franken pro Jahr, der Kontoauszug auf Papier zusätzlich zwölf Franken. Bisher war beides gratis.

Wer seine Rechnungen nicht übers Internet bezahlt, kann zwar zwischen verschiedenen Preismodellen wählen. Teurer wird es in fast jedem Fall. Nur wer die Minimalvariante wählt, bezahlt mit 36 Franken gleich hohe Gebühren wie bisher. Die Post will dank der Gebührenerhöhung rund acht Millionen Franken mehr einnehmen. «Wir sind immer noch günstig, aber der billige Jakob wollen und können wir nicht sein», sagt Alex Josty, Mediensprecher von Postfinance.

Rund 60 Prozent der 1,6 Millionen privaten Postkontokunden würden die Kosten, die sie verursachen, nicht decken, erklärt Josty. Diese unrentablen Zweitkonti mit wenig Geld und Umsatz will die Post loswerden und gleichzeitig für möglichst viele Kunden quasi zur Hauptbank werden. Wer der Post regelmässig 7500 Franken anvertraut, den befreit sie denn auch von den Gebühren.

Wer rasch reagiert, kann zwischen verschiedenen Preismodellen wählen. Doch wer sich bis Ende Mai nicht entscheidet, wird von der Post automatisch eingeteilt – und zwar meist in diejenige Kategorie, in der er für jede Dienstleistung einzeln bezahlen muss. Dann aber geht bei den Gebühren erst recht die Post ab.