Silvana Manno war zwischen Januar und Juni 2003 Sozialhilfeempfängerin und hatte deshalb Anspruch auf volle, vom Staat finanzierte Prämienverbilligung bei ihrer Krankenkasse. Diese wurde ihr von ihren damaligen Wohngemeinden – zuerst Untersiggenthal AG, danach Greifensee ZH – finanziert. Abgegolten wurde das Geld über die Sozialversicherung Aargau (SVA).

Ab Juli 2003 bezog Silvana Manno keine Sozialhilfe mehr, verfügte allerdings auch ab diesem Zeitpunkt über ein so niedriges Einkommen, dass sie weiterhin einen Teil der Prämienverbilligung zugut hatte. Zwar war die SVA inzwischen von den beiden Gemeinden über die neue Situation informiert worden, doch gleichwohl reagierte das Amt nicht. Im Gegenteil: «Ich erkundigte mich mehrmals bei der SVA. Dort sagte man mir, dass ich keinen Anspruch mehr auf Vergünstigung habe», erinnert sich Silvana Manno. Konsequenz: Sie musste die ganze Prämie vorerst selber bezahlen.

Nach monatelangem Hin und Her wandte sich die 35-Jährige im November 2005 schliesslich an den Beobachter. Dieser intervenierte, und die Sozialversicherung handelte sofort: Innert Tagen erhielt Silvana Manno ihr Geld zurück. «Der Fehler lag bei uns», sagt Kurt Widmer von der SVA. «So etwas darf nicht mehr vorkommen.»

Pikantes Detail: Silvana Manno muss nun ihrerseits einen Teilbetrag an die SVA zurückzahlen. Da sie irrtümlich immer noch auf der Liste der Sozialhilfeempfänger figurierte, hatte sie beim ganzen Durcheinander zu viel Geld zurückbezahlt bekommen.

Anzeige