Amanda, die Tochter von Beobachter-Abonnentin Carmela Kiefer aus Sursee LU, war bis Ende April als Snowboardlehrerin tätig. Kurz vor Beendigung des befristeten Arbeitsverhältnisses stürzte sie und verletzte sich dabei am rechten Arm. Noch immer ist Amanda arbeitsunfähig. Sie konnte deshalb ihre neue Stelle auf Anfang Mai nicht antreten. Sie hätte dort deutlich mehr verdient als bei der bisherigen Arbeit. Ihre Mutter fragte beim Beobachter-Beratungszentrum an: «Gibt es eine Möglichkeit, dass meine Tochter mehr Geld von der Unfallversicherung erhält? Und wo findet sich die rechtliche Grundlage, die in einem solchen Fall ein höheres Taggeld vorsieht?»

Eine Bestimmung in der Verordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung legt den massgebenden Lohn für das Taggeld in Sonderfällen fest. Da Amanda an ihrer neuen Stelle über zehn Prozent mehr Lohn erhalten hätte als von ihrem bisherigen Arbeitgeber und die Heilbehandlung immer noch andauert, legte die «Zürich» auf Antrag der Mutter einen höheren massgebenden Lohn fest. Auf diesem errechnete die Versicherung das neue, höhere Taggeld, das sie Amanda nun auszahlt.

Die Enttäuschung Amandas über den unfallbedingten Verlust der neuen Stelle war gross. Sie wollte sich nämlich für ihren Studienbeginn im Herbst Geld zur Seite legen. «Dank dem Hinweis des Beobachters ist der Einkommensverlust aber nicht so hoch wie ursprünglich angenommen. Einmal mehr hat uns der Beobachter in einer schwierigen Lebenslage gut beraten», freut sich Amandas Mutter.

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