Nur weil die amerikanische Botschaft keine Banküberweisung annimmt, musste ich mein Visum doppelt bezahlen», sagt Martin Henzirohs. Für seinen Sprachaufenthalt in den USA hatte er ein Studentenvisum beantragt und via Bank die Gebühr von 140 Franken im Voraus bezahlt.

Als er auf der US-Botschaft in Bern das Visum abholen wollte, akzeptierte der Schalterbeamte den Bankbeleg jedoch nicht. Stattdessen wurde Henzirohs erklärt, er müsse den Betrag nochmals bei der Post einzahlen. Er bekam einen neuen Termin am Nachmittag – mit dem Hinweis, der Betrag werde ihm zurückerstattet. Ansonsten könne man das Visum nicht ausstellen. «Ich habe einen ganzen Arbeitstag verloren», ärgert sich der selbstständige Landwirt.

Vier Monate später wartete Henzirohs noch immer auf sein Geld. Er rief die Botschaft an. Dort wurde ihm gesagt, er müsse die 140 Franken schriftlich einfordern. «Der Anruf kostete mich 20 Franken, da es nur eine 0900-Nummer gibt und pro Minute Fr. 2.50 verrechnet werden.»

Auch auf seinen ausführlichen Brief mit der Belastungsanzeige der Bank reagierte die Botschaft nicht. «Ich laufe schon seit fast einem Jahr meinem Geld hinterher», klagte Henzirohs dem Beobachter. Das grenze an Schikane.

Erst als sich der Beobachter einschaltete, bekam Henzirohs sein Geld umgehend zurück. Weitere Reisen in die USA plant er so schnell nicht mehr. «Fürs Erste reichen mir die unbegrenzten Möglichkeiten.»

Quelle: Peter Lauth