Frage: Meine Söhne, 17 und 14, sind mit dem Tandem gestürzt und mussten verarztet werden. Der Jüngere ist Schüler, der Grössere in der Lehre. Wer zahlt die Behandlungen?

Da Ihr älterer Sohn einen Lehrvertrag hat und bestimmt mehr als acht Stunden pro Woche im Lehrbetrieb arbeitet, ist er über den Arbeitgeber versichert – sowohl gegen Berufs- als auch gegen Freizeitunfälle. Er sollte den Unfall somit dem Arbeitgeber melden. Sofern keine Arbeitsunfähigkeit vorliegt, wird er vom Arbeit­geber ein Formular mit dem Titel «Baga­tellunfallmeldung» erhalten. Die Unfallversicherung des Lehrbetriebs wird die Arztrechnung vollständig übernehmen, das heisst ohne Abzug von Franchise und Selbstbehalt.

Etwas anders verhält es sich bei Ihrem Jüngeren, der noch nicht berufstätig ist. Als Schüler ist er nämlich nicht bei einer Unfallversicherung, sondern bei seiner Krankenkasse gegen Unfälle versichert. Sie können die betreffende Arztrechnung seiner Grundversicherung schicken. Diese wird die Rechnung übernehmen – im Unterschied zur Unfallversicherung des älteren Sohnes jedoch mit Abzug des Selbstbehalts sowie einer allfälligen Franchise.