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Fall gelöstKeine Zwangsversicherung in der Alters-WG

Mit dem Rat des Beobachters wehrte sich eine Seniorin dagegen, dass die Verwaltung einer Alters-WG den Bewohnern eine neue Versicherung aufdrängen wollte.

«Dank Ihrer Beratung konnte ich mich für meine Sache wehren». Beobachter-Leserin Heidi Binggeli
von aktualisiert am 23. November 2017

Vor vier Jahren zog Heidi Binggeli in eine Senioren-Wohngemeinschaft. Sie musste nachweisen, dass sie eine Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen hat. Im Juli erhielt sie ein Schreiben der Verwaltung: Über einen Rahmenvertrag sei ab dem 1. August jeder WG-Bewohner für Hausrat und Privathaftpflicht mitversichert – «mit Leistungen, die für Einzelversicherte nicht möglich sind». Kosten: 15 Franken im Monat und 500 Franken Selbstbehalt. Die Bewohner sollten ihre Policen per Ende Monat kündigen. Es sei «nicht möglich, einzelne Bewohner auszuschliessen».

Vollkommen überrumpelt wandte sich Heidi Binggeli darauf an den Beobachter: «Muss ich das akzeptieren?» Nein. Diese Zwangsversicherung ist nicht zulässig – mal ganz abgesehen davon, dass man eine Police nicht einfach aufs Monatsende kündigen kann.

Heidi Binggeli, die eine wesentlich vorteilhaftere Versicherung hat, antwortete der Verwaltung geschickt: Wenn die Senioren-Wohngemeinschaft den Schaden übernehme, der ihr bei einem Wechsel zur teureren Rahmenversicherung entstehen würde, sei sie bereit, ihre Police zu kündigen. Darauf drängte die Verwaltung sie nicht mehr zur Kündigung. Heidi Binggeli ist erleichtert: «Dank Ihrer Beratung konnte ich mich für meine Sache wehren.»

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Christian Gmür, Content Manager Ratgeber

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