Beobachter: Herr Vescoli, wie geht es Ihnen?
Toni Vescoli:
Ich bin bekannt als Stehaufmännchen. Mein Bruder, ein Astrologe, nennt mich tatsüchtig. Aber so einfach geht es diesmal nicht. Ich habe in der Zeit nach dem Unfall einige böse Abstürze erlebt. Ich habe dauernd Kopfweh und manchmal ein Rauschen in den Ohren. Ich muss – mit wenigen Ausnahmen – täglich Schmerztabletten einnehmen. Gegen die Vergesslichkeit habe ich mir ein kleines Diktiergerät gekauft.

Beobachter: Was sagen die Ärzte?
Vescoli:
Man hofft, dass alles wieder gut wird. Allerdings solle ich mir keine Illusionen über die Heildauer machen, das könne schon einige Zeit dauern. Es ist jetzt ganz einfach Schonung ist angesagt. Dreimal pro Woche bin ich in der Physiotherapie. Wärme ist das Beste, Wärme entspannt die Muskeln.

Beobachter: Und was sagt Ihr Anwalt?
Vescoli:
Die Schadensberechnung ist komplex. Der Unfall passierte, als viele Auftrittstermine vertraglich abgemacht und noch mehr in Planung waren. Die Promotionstour für meine neue CD ist ins Wasser gefallen. Längerfristige Planung ist nicht möglich. Der Unfall bedeutet für mich einen Karriereknick. Aber die Haftpflichtversicherung betrachtet mich nicht als Simulanten, mein Anwalt ist zuversichtlich, dass sich die Sache regeln lässt.

Beobachter: Dank Ihrer Popularität?
Vescoli:
Davon verspreche ich mir keinerlei Vorteile. Die Sache ist aber noch nicht abgeschlossen.