Der Beobachter hatte im April über Vorwürfe ehemaliger Angestellter berichtet (siehe Artikel zum Thema). Dem Heimleiter warfen sie fachliche Inkompetenz vor, dem Vereinsvorstand zu lasche Aufsicht.

Eine ehemalige Angestellte behauptete gar: «Wer Fragen stellt, fliegt raus.» Heimleitung wie Vereinsvorstand schwiegen damals zu den konkreten Vorwürfen. So soll ein 44-jähriger Bewohner mit starkem Sexualtrieb immer wieder Bewohnerinnen belästigt und Sex mit zwei geistig behinderten Frauen gehabt haben, die man laut ehemaligen Betreuerinnen vor ihm hätte schützen sollen.

Nun möchten die Politiker, dass das Behindertenheim durchleuchtet wird. Immerhin erhalte es vom Kanton Jura jährlich 450'000 Franken, argumentieren die jurassischen Parlamentarier in ihrer Motion. Die Kontrolle sei ausserdem Sache des Kantons.