21 Fragen zu 11 politischen ­Themen: Der Beobachter hat seinen Leserinnen und Lesern den Puls gefühlt. Und weil 2011 ein Wahljahr ist, beziehen auch die Präsiden­ten der acht grössten Parteien Stellung. So kann man seine politischen Einstellungen direkt mit jenen der Politiker vergleichen.

Von über 300'000 verschickten Frage­bögen kamen mehr als 50'000 zurück. Zum Vergleich: Die meisten Umfragen begnügen sich mit 1000 Befragten.

Das auf Sozialanalysen spezialisierte Unternehmen Konso hat die Antworten für den Beobachter ausgewertet und auf die gesamte Leserschaft hochgerechnet.

Die Ergebnisse sind brisant. Den ersten Teil finden Sie auf den folgenden Seiten. Weiter geht es in zwei Wochen. Doch was sind die Antworten wert? «Sie sind repräsentativ für die insgesamt 960'000 Beobachter-Leser», sagt Barbara Wehrle, Projekt­leiterin bei der Konso.

Sind Beobachter-Leser Durchschnitt?

Und was weiss man über die Beobachter-Leser? Mehr als 90 Prozent leben in der Deutschschweiz, wo insgesamt über fünf Millionen Menschen wohnen. Rund jeder Fünfte liest demnach den Beobachter.

Sind die Leser speziell arm oder reich? Nein, die Einkommensverteilung ­ent­spricht jener der Deutschschweizer Gesamt­bevöl­ke­rung, wie frühere Befragungen zeig­en. Das gilt auch für die berufliche ­Stellung der Leser. Sie widerspiegeln darum die Deutsch­schweizer Bevölkerung besonders gut. Repräsentativ ist die Umfrage für die Deutschschweiz jedoch nicht. Denn die Befragten wurden nicht nach bestimmten Kriterien gewählt. Jeder konnte mitmachen.

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Die Ergebnisse sind bemerkenswert, weil die Leser nicht im Vorfeld von brisan­ten Abstimmungen befragt wurden. Wie stark sich aber Meinungen ändern können, wenn es ernst gilt, haben unlängst die Abstimmungen zur Waffen- und zur Minarett­initiative gezeigt. Aber, sagt Expertin Barbara Wehrle: «Die Umfrage ist besonders aufschlussreich, was die grundsätzlichen Einstellungen und Befindlichkeiten in der Bevölkerung betrifft.»